Chris Gent tritt als Präsident auf Lebenszeit bei Vodafone zurück

21. März 2006, 10:21
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Ex-Konzernchef hatte deutschen Mannesmann-Konzern übernommen

Der ehemalige Vodafone-Chef Chris Gent hat am Sonntag den Rückzug von seinem Amt als Präsident auf Lebenszeit bei dem britischen Telekommunikationsunternehmen angekündigt. Behauptungen, er nutze seine ehrenamtliche Position, um die neue Leitung des Unternehmens zu behindern, entbehrten jeder Grundlage, teilte Gent in London mit. Er wolle mit seinem Rücktritt vermeiden, zum Gegenstand einer "Desinformationskampagne" zu werden.

Unterstützung

Das Amt des Präsidenten auf Lebenszeit dürfe nicht zum Schaden des Unternehmens missbraucht werden. Der amtierende Präsident Lord MacLaurin wies am Sonntag einen Bericht der britischen Zeitung "The Observer" zurück, er wolle den Generaldirektor Arun Sarin absetzen. Sarin besitze seine volle Unterstützung, betonte MacLaurin.

Geschichte

Gent war in Deutschland vor allem durch seinen größten Coup, den zähen und siegreichen Kampf um die Übernahme des Düsseldorfer Mannesmann-Konzerns, bekannt geworden. Der heute 56-Jährige war erst im Juli vergangenen Jahres als Vodafone-Chef abgetreten. (APA)

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