Neue Önorm: Dächer müssen mehr Schnee tragen können

27. März 2006, 10:14
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Seit 1. Jänner 2006 ist eine adaptierte Fassung der Norm, die Grundlage für Berechnungen ist, in Kraft

Wien - Die teils niederschmetternden Schneelasten des immer noch nicht vergangenen Winters haben, zumindest was die Schneelast-Normen anlangt, Folgen - aber das war schon vorher klar. Seit 1. Jänner 2006 ist eine adaptierte Fassung der entsprechenden Önorm, die Grundlage für Berechnungen ist, in Kraft.

Änderungen sind Routine

Johannes Stern, Sprecher des Österreichischen Normungsinstituts zum STANDARD: "Diese Änderungen sind Routine, sie haben mit den Geschehnissen der jüngeren Vergangenheit nichts zu tun." Die Adaptierung, die im Übrigen durch die europäischen Norm geregelt ist, sei bereits vor den heftigen Schneefällen im Jänner erfolgt, da Normen ohnehin ständig zu überprüfen und anzupassen seien.

Bauwerke über 1500 Meter Seehöhe fallen aus der Norm

Die bereits seit Jänner gültige Önorm B 4000 ersetzt nunmehr die Önorm B 4013 und weist für manche Lagen eine Erhöhung der zu berücksichtigenden Schneelasten auf. Prinzipiell ist Österreich in fünf Lastzonen geteilt (siehe Grafik), die allerdings nochmals für 215 Orte detailliertere Angaben der zu erwartenden Maximallasten ausweist. Bauwerke, die sich über 1500 Meter Seehöhe befinden, fallen übrigens aus der Norm.

Regelmäßige Wartung

Die Experten des Österreichischen Normungsinstituts weisen darauf hin, dass Einsturzgefahr bei Dächern nur dann drohe, wenn die falschen Normen verwendet oder Konstruktion sowie Baumaterial nicht auf dem Letztstand der Technik wären. Eine regelmäßige Überprüfung von Dächern und Tragwerken sei ohnehin angeraten, ebenso wie die regelmäßige Wartung und die Ausbesserung etwaiger Bauschäden. (uwo, DER STANDARD Printausgabe 13.3.2006)

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