Bomben-Anschläge in Bagdad: Mehr als 40 Tote

16. März 2006, 12:49
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Mindestens 140 Verletzte bei drei Detonationen in Sadr City - Vierter Spreng­satz ent­schärft - Provokation eines Bürgerkriegs befürchtet

Bagdad - Bei drei offensichtlich aufeinander abgestimmten Autobombenanschlägen in Bagdad sind der Polizei zufolge mindestens 40 Menschen getötet und nahezu 140 weitere verletzt worden. Die Autobomben seien am Sonntag auf Märkten in dem hauptsächlich von Schiiten bewohnten Stadtteil Sadr-City explodiert, teilte die Polizei mit. "Die Menschen wurden in Stücke gerissen", sagte ein Zeuge am Ort einer der Explosionen. Niemand kenne die genaue Zahl der Opfer. "Aber es sind viele, es sind viele."

Chaotische Szenen spielten sich in dem Krankenhaus ab, in das die meisten Verletzten eingeliefert wurden. Einige Verletzte lagen auf dem Boden, andere auf Tragen. Eine Frau weinte, ein Mann schlug sich aus Kummer und Wut selbst.

Zwei der Bomben seien gleichzeitig auf einem Markt in die Luft gegangen, teilte die Polizei weiter mit. Die dritte sei nahezu zeitgleich auf einem anderen Markt in Sadr City explodiert. Der Bezirk im Osten der irakischen Hauptstadt ist eine Hochburg des radikalen Milizenführers Muktada al-Sadr und blieb bisher von Anschlägen weitgehend verschont.

den vergangenen Wochen hatten sich die Zusammenstöße zwischen Sunniten und Schiiten im Irak verstärkt. Beobachter fürchten, dass mit gezielten Angriffen ein Bürgerkrieg provoziert werden soll.

Bei verschiedenen anderen Angriffen und Anschlägen kamen in dem Golfstaat am Wochenende nach offiziellen Angaben mindestens 30 Menschen ums Leben. (APA/Reuters)

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    Drei Autobomben detonierten in Bagdad nahezu gleichzeitig

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