Angebliche Wiedergeburt Buddhas in Nepal verschwunden

14. März 2006, 12:51
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Große Suche nach 16-jährigem "Buddha Boy" gestartet - Polizei geht nicht von Entführung aus, sondern vermutet Flucht

Kathmandu - In Nepal ist ein von seinen Anhängern als Wiedergeburt von Buddha verehrter Jugendlicher verschwunden.

Am Wochenende wurde eine landesweite Suche nach dem 16-jährigen Ram Bahadur Bomjan gestartet, der seit Mitte Mai bewegungslos am Fuße eines Baumes meditiert und nach Auskunft seiner Anhänger seitdem weder Essen noch Wasser zu sich genommen hat. Der Jugendliche hat seinen Meditationsort vom Sonntag verlassen, weil er sich von den tausenden Menschen, die dort zu seiner Verehrung lagerten, gestört fühlte. "Er ist weggegangen, weil zu viel Lärm herrschte", sagte einer seiner Freunde zu der Zeitung "Kathmandu Post". Der "Buddha Boy" verschwand nach Angaben eines Journalisten am Samstag in der Morgendämmerung, als seine Verehrer schliefen.

Rummelplatz für Fans

Der Meditationsort des 16-Jährigen war zu einem regelrechten Rummelplatz verkommen. Essens- und Andenkenstände machten sich breit, Anhänger überhäuften ihren "Buddha Boy" mit Geld und Geschenken. Seine Verehrer mussten lediglich 15 Meter Abstand halten und durften ihn nachts nicht sehen - was zu Zweifeln führte, dass der angebliche Buddha wirklich ohne Nahrung und Wasser auskommt.

Der Jugendliche selbst erklärte immer, er sei nicht die Wiedergeburt Buddhas, sondern ein "entsagender Weiser". (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Der "Buddha Boy" beim Meditieren.

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