18-Jähriger bei Nachbarschafts-Streit erstochen

12. März 2006, 20:12
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Nachbar fühlte sich durch laute Party gestört - 18-Jähriger starb nach Herzstich

Wien - Ein tödlicher Nachbarschaftsstreit hat sich am Sonntag in Wien-Brigittenau ereignet. Nach einer heftigen Auseinandersetzung wegen einer lauten Party stieß ein 42-jähriger Mann seinem 18-jährigen Nachbarn ein Küchenmesser ins Herz. Das Opfer war auf der Stelle tot. Bei der Einvernahme gab der Täter an, er habe sich durch das Auftreten des Nachbarns und seinen Gästen bedroht gefühlt.

Der 42-jährige Vater eines dreijährigen Kindes hat sich schon seit längerer Zeit immer wieder gestört gefühlt, weil in der Wohnung über ihm lautstarke Partys gefeiert wurden. Auch in der Nacht auf Sonntag gerieten deswegen die beiden Hausparteien aneinander. Gegen 6.00 Uhr eskalierte der Streit. Der 42-Jährige beschwerte sich telefonisch bei seinem jüngeren Nachbarn. Daraufhin klopfte der jüngere Nachbar und zwei Partygäste an die Wohnungstüre des 42-Jährigen. "Es dürfte zuerst zu einer verbalen, dann zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen sein", berichtete Oberstleutnant Karl Gmoch. Kurz darauf erfolgte der tödliche Messerstich. "Der 18-Jährige ist noch ein paar Schritte gegangen und dann tot zusammengebrochen", so Gmoch. (APA)

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