Admira entert Siezenheim

15. März 2006, 21:50
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Das Schlusslicht befindet sich unter dem neuen Betreuerduo Baumgartner/Baumeister weiter im Aufwind und gewinnt in Salzburg 1:0

Salzburg - Schlusslicht Admira hat in der 26. Runde der T-Mobile-Bundesliga für die große Sensation gesorgt. Die Südstädter bezwangen Red Bull Salzburg in der mit 11.800 Zuschauer gefüllten Arena in Wals-Siezenheim nach einem Tor von Rolf Landerl mit 1:0. Für den Titelkandidaten war es nach dem bitteren 0:4 gegen Sturm Graz die zweite Pleite in Folge. Admira dagegen fixierte den zweiten Sieg im zweiten Spiel in diesem Jahr.

Der Sieg bei Pasching vor zwei Wochen scheint doch keine Eintagsfliege gewesen, das neue Trainerduo Ernst Baumeister und Hubert Baumgartner hat den Zugang seiner Spieler zu ihrer Arbeit sichtlich verbessert. Obwohl Salzburg-Trainer Kurt Jara seine Spieler eindringlich vor Admira gewarnt und nach dem 0:4 bei Sturm auch die Mannschaft an einigen Positionen umgebaut hatte - Kapitän Schopp saß nur auf der Bank -, präsentierten sich seine Schützlinge ähnlich planlos wie in Graz. Von den Mittelfeldakteuren Rene Aufhauser und Andreas Ivanschitz kamen nur wenige Ideen, meist waren es nur Einzelaktionen, die das Tor von Thomas Mandl, einem der Besten auf Seiten der Gäste, gefährdeten.

Weltenbummler Landerl hätte die Admira schon in der 13. Minute in Führung schießen können, schob den Ball allein vor Manninger aber am Tor vorbei. Glück hatten die Hausherren auch nach einem Foul des Ungarn Bodnar im Strafraum an Bjelica, das Schiedsrichter Gangl nicht ahndete (33.).

Siegtor durch Landerl

Die verdiente Führung für die Niederösterreicher fiel in der 57. Minute nach einer Flanke von Christian Thonhofer. Landerl war eher als Manninger zur Stelle und drückte den Ball per Kopf über die Linie - sein erstes Tor in der Bundesliga. Nach dem Gegentreffer funktionierte bei den Gastgebern dann noch weniger als zuvor. Meist wurde mit hohen Bällen Richtung Zickler operiert. Der Deutsche hatte auch die größte Chance auf den Ausgleich, vergab jedoch (71.).

Die Zuschauer verabschiedeten die Salzburger, die in der Tabelle bei einem Spiel mehr nun vier Punkte Rückstand auf Austria ausweisen, mit einem gellenden Pfeifkonzert. Die Admira darf indes wieder auf den Klassenerhalt hoffen, nach Verlustpunkten gerechnet ist man nur noch fünf Zähler hinter Mattersburg. (APA/red)

  • Red Bull Salzburg - Nordea Admira 0:1 (0:0). Wals-Siezenheim, 11.800, Gangl.

    Tor: 0:1 (57.) Landerl

    Salzburg: Manninger - Winklhofer, Knavs, Schwedler (64./Mayrleb), Jank (31. Bodnar) - Mair, Carboni, A. Ivanschitz, Aufhauser (46./Suazo), Jezek - Zickler

    Admira: Mandl - Wimmer, Pashazadeh, Horvath, Flögel - Thonhofer, Panis, Bjelica, M. Wagner (71./Saglik), Landerl (65./Morgenthaler) - Bule (94./Pecelj)

    Gelbe Karten: Ivanschitz, Bodnar, Suazo, Winklhofer bzw. Landerl, Bjelica

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Die Admiraner erwiesen sich gegen Salzburg als sehr zweikampfstark, obwohl es Michael Wagner (li) gegen Andreas Ivanschitz wohl ein bisschen übertreibt.

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