Weitere infizierte Wildvögel in Europa gefunden

12. März 2006, 19:35
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Chance auf Entpannung im Frühling

Hamburg - In Europa sind weitere mit Vogelgrippe infizierte Wildvögel gefunden worden. Vier in der Nähe der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki verendete Schwäne waren mit dem gefährlichen Vogelgrippevirus H5N1 infiziert. Das teilte das griechische Landwirtschaftsministerium am Samstag mit. Damit ist die Zahl der Fälle in Griechenland, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, auf 30 gestiegen. Der Virus-Subtyp H5N1 kann im Extremfall auch für den Menschen gefährlich werdem.

Bei einer Ente in der Schweizer Stadt Schaffhausen wurde das Virus H5 festgestellt, wie das Bundesamt für Veterinärwesen in Bern mitteilte. Auch ein toter Schwan, der bei dem polnischen Dorf Warniki in einem Nationalpark an der Oder gefunden worden war, hatte die Geflügelpest. Das teilte die polnische Veterinärbehörde mit. Bei beiden Vögeln - aus der Schweiz und aus Polen - muss noch untersucht werden, ob es sich um den Virus-Typ H5N1 handelt.

Entspannung

Der für die Vogelgrippe zuständige Direktor der Welternährungsorganisation (FAO) in Rom, Samuel Jutzi, erwartet in den kommenden Wochen eine Entspannung der Lage der Tierseuche in Europa. "Bei Temperaturen um 20 Grad Celsius beträgt die Überlebensdauer von H5N1 höchstens einen, bei Kälte bis zu dreißig Tage", sagte Jutzi dem deutschen Nachrichtenmagazin "Focus".

In Indonesien sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher 22 Menschen an der Vogelgrippe gestorben. Das Labor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Hongkong habe bestätigt, dass ein zwölfjähriges Mädchen das 22. Opfer des H5N1-Virus in Indonesien gewesen sei, teilte ein Sprecher des Ministeriums in Jakarta mit. Die Zwölfjährige sei am 1. März auf Java gestorben. Sie habe vor ihrem Tod engen Kontakt mit kranken Hühnern gehabt. (APA/dpa)

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