Alaska: Verschmutzung nach Pipelinebruch zehnfach größer als befürchtet

12. März 2006, 19:36
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Mehr als 800.000 Liter Rohöl ausgetreten - Lebensraum der Karibus gefährdet

San Francisco - Durch eine defekte Pipeline im US-Staat Alaska sind mehr als 800.000 Liter Rohöl ausgetreten. Nach Angaben der Behörden vom Freitag konnte bis jetzt erst knapp ein Viertel der Verschmutzung behoben werden. Die Säuberungsarbeiten würden mehrere Wochen dauern, hieß es.

Die Umweltschutzbehörde des nördlichsten US-Staates spricht von dem bisher größten Öl-Austritt in der "North Slope", dem öl- und erdgasreichen Gebiet im hohen Norden Alaskas. Die neuen Schätzungen seien zehn Mal größer als die ersten Angaben der Ölgesellschaften in der vorigen Woche, sagte Natalie Brandon von der Umweltschutzgruppe "Alaska Wilderness League" am Freitag. Die Verschmutzung bedrohe den Lebensraum der großen Karibu-Herden nahe der Prudhoe Bay. Arbeiter hatten das Loch in der Pipeline Anfang März entdeckt. (APA/dpa)

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