Bush um Sicherheit der USA besorgt

13. März 2006, 13:34
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US-Präsident fürchtet um Energieversorgung - "Müssen Abhängigkeit vom Erdöl los werden"

Washington - Das iranische Atomprogramm löst nach Ansicht von US-Präsident George W. Bush ernste Sorgen über die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten aus. "Es ist daher sehr wichtig, dass die USA weiterhin gemeinsam mit anderen auf eine diplomatische Lösung dieser Frage hinarbeiten", sagte Bush am Freitag. Grund für diese Sorgen sei die Überzeugung, dass der Iran Atomwaffen entwickeln und Israel vernichten wolle, so der Staatschef.

Die Drohung Teherans, den USA "Leid und Schmerzen" zuzufügen, beziehe sich sich vermutlich auf die Energieversorgung. "Aus Gründen der nationalen Sicherheit müssen wir unsere Abhängigkeit vom Erdöl los werden", sagte Bush.

"Größte Bedrohung"

US-Außenministerin Condoleezza Rice hatte am Vortag den Iran als die vielleicht größte Bedrohung für die USA dargestellt. Der Iran weist Vorwürfe zurück, Atomwaffen bauen zu wollen. Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat in den vergangenen Monaten wiederholt den Holocaust geleugnet und sich für eine Zerstörung Israels ausgesprochen. Die USA vertreten im Konflikt um das iranische Atomprogramm eine harte Linie und drängen die internationale Gemeinschaft zu Konsequenzen, sollte das Land auch weiterhin nicht einlenken. In der kommenden Woche soll erstmals der UNO-Sicherheitsrat über den Konflikt beraten.

Aus dem Iran selbst kamen am Freitag weiter scharfe Töne. Einer der prominenten islamischen Prediger, Ahmed Khatami, nannte die EU eine Marionette der USA. Dies zeige sich an der Überweisung des Streits an den Sicherheitsrat, sagte er im staatlichen Rundfunk. Die USA würden den Atomstreit ohnehin nur als Vorwand nutzen, um die Regierung der Islamischen Republik zu stürzen. (APA/Reuters)

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