Diagonale: Nicht nur Gefühlskino

10. März 2006, 19:43
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Die Diagonale reflektiert Ö-Filmproduktion - Florian Flickers Dokumentation "No Name City" eröffnet das Festival am 21. März

Wien/Graz - Motiviert durch ein "positives Grundgefühl", präsentierten Intendantin Birgit Flos und Oliver Testor (Geschäftsführung) Freitagvormittag bei einer Pressekonferenz das Programm der kommenden Diagonale, die am 21. März in Graz eröffnet wird. Es gebe einigen "Grund zum Feiern", da der österreichische Film weiterhin internationale Erfolge zeitigt - wie etwa zuletzt den Goldenen Bären für die bosnisch-österreichische Koproduktion Grbavica (Regie: Jasmila Zbanic).

Aufgrund notwendiger Sparmaßnahmen um einen Tag verkürzt - die beiden vergangenen Ausgaben hatten ein Defizit eingefahren -, werden bis zum 26. März insgesamt 189 Filme präsentiert, wovon 73 österreichische Erstaufführungen sind. Eröffnet wird mit Florian Flickers erstem Dokumentarfilm No Name City, der sich mit der gleichnamigen Westernstadt am Rande Wiens befasst, sowie vier Kurzfilmen.

Im Vergleich zum Vorjahr habe man versucht, das Programm "klarer zu strukturieren", erklärte Testor. Besonders umfangreich fällt dabei auch heuer wieder das Dokumentarfilmsegment aus - eine Entwicklung, die sich auch in einem neuen Preis niederschlägt: Erstmals wird der Große-Diagonale-Preis für den besten Film in die beiden Kategorien Spiel- und Dokumentarfilm aufgeteilt (je 15.000 €).

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Diagonale liegt auf Filmproduktion in Österreich, für den eine neue Diskussionsschiene eingerichtet wurde. Sonderprogramme gelten der Kärntner Künstlerin Maria Lassnig, dem Filmemacher John Cook, dessen Arbeiten aus den 70er-Jahren für eine filmische Aufbruchsbewegung stehen, sowie Elisabeth Bergner, einem Bühnenstar der 20er-Jahre. (kam/ DER STANDARD, Printausgabe, 11./12.03.2006)

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