Wissen: Entsendungen

10. März 2006, 17:19
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Wenn ein Unternehmen ausländische Arbeitskräfte kurzfristig nach Österreich holen will, braucht es dafür eine Entsendebewilligung

Wenn ein Unternehmen ausländische Arbeitskräfte kurzfristig nach Österreich holen will, braucht es dafür eine so genannte Entsendebewilligung oder eine EU-Entsendebestätigung.

Man spricht dann von einer Betriebsentsendung, wenn eine ausländischer Firma, die im Bundesgebiet keinen Betriebssitz hat, seine Arbeitskräfte für ein Projekt zu einem Auftraggeber mit Sitz in Österreich schickt. Das Projekt darf dabei den Zeitraum von sechs Monaten nicht überschreiten.

Dabei darf die Arbeit der "Entsandten" die geltenden Lohn- und Arbeitsbedingungen der inländischen Arbeitnehmer nicht gefährden. Andererseits muss dafür gesorgt sein, dass den Ausländern die Beschäftigungsbedingungen ihres "Gastlandes" garantiert werden. Sprich: Bruttolohn und Höchstarbeitszeit der Betriebsentsandten müssen den für österreichische Arbeitnehmer geltenden Regelungen entsprechen.

Das Arbeitsmarktservice erteilt entsprechende Bewilligungen aufgrund der Angaben der antragstellenden inländischen Firma. Geschützt sind verschiedene Dienstleistungssektoren, wie etwa das Baugewerbe und verwandte Wirtschaftszweige. Dort sind Entsendebewilligungen verboten. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11./12.3.2006)

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