Empfehlungsliste der Erste Bank

14. März 2006, 19:40
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Diese Empfehlungen geben die Analysten der Erste Bank zu den heimischen Aktien am 10. März 2006

Mayr-Melnhof
Das Unternehmen weist trotz Konjunkturschwäche ausgezeichnete und qualitativ hochwertige Ergebnisse auf, 2005 ist durch zahlreiche negative Einmaleffekte ergebnisseitig etwas belastet. Mayr-Melnhof gilt zudem zunehmend als China- und Osteuropa-Profiteur. Weitere Akquisitionen wie zuletzt in Russland sollten für eine kontinuierlich positive Nachrichtenlage sorgen. Insgesamt ein Wert mit einem weiterhin deutlichen Bewertungsabschlag zu den Peers und einem deutlich höheren Zielwert gem. einer DCF-Bewertung. Kursziel: 150 Euro.

Raiffeisen International
Die Analysten der Erste Bank haben in ihren Schätzungen nun sowohl die Akquisition der Bank Aval (Ukraine) und der Impexbank (Russland) inkludiert. Russland und die Ukraine bieten (zusammen mit Rumänien) aufgrund der niedrigen Penetrationsraten von Bankprodukten das größte Wachstumspotenzial im Länderportfolio der RI. Die Analysten sehen gemäß den verschiedensten Bewertungsmethoden noch einiges an Aufwärtspotenzial bei der Aktie und haben ihr neues Kursziel auf 86 Euro gesetzt.

EVN
Trotz hoher Großhandelspreise in den Bereichen Strom und Gas und Einmaleffekten (außerplanmäßige Abschreibungen) weist das Unternehmen starke Zahlen für 2004/05 aus. Neben der geographischen Diversifizierung (Bulgarien) und dem Multi-Utility-Ansatz (Wasser und Abfall) gefällt den Analysten der Erste Bank der 12,5%-Anteil am Verbund, der mittlerweile mehr als 24 Euro pro EVN-Aktie (nach Abzug von Steuern) wert ist. Mit den at-equity konsolidierten Unternehmen, die mit dem Buchwert berücksichtigt werden, ergibt sich ein Wert von über 90 Euro pro Aktie. Empfehlung: Kaufen, Kursziel 90 Euro.

Intercell
Intercell ist das erste Biotech-Unternehmen, das an der Wiener Börse gelistet ist, und ist auf die Entwicklung von therapeutischen und profilaktischen Impfstoffen spezialisiert. Obwohl das Unternehmen noch keine Produkte am Markt eingeführt hat, bietet der Impfstoffmarkt ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Hauptentwicklungsprojekte sind ein profilaktischer Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis und ein therapeutischer Wirkstoff gegen Hepatitis C. Weitere Projekte sind in der Pipeline oder über Kooperationspartner schon in klinischen Tests. Erste-Bank-Empfehlung: Kaufen mit Kursziel 11,40 Euro.

Wienerberger
Nach dem schwierigen Jahr 2005 gehen die Analysten der Erste Bank davon aus, dass Wienerberger in 2006 wieder ein Ergebniswachstum von 10% erzielen wird können. Aufgrund der Marktstellung sollte die Abdeckung der gestiegenen Energiekosten mit Preiserhöhungen möglich sein. Zusätzlich erfolgt zur Erhöhung der Ertragskraft in den aktuell schwachen Märkten Deutschland, Polen und Ungarn die Optimierung der Werke. Die CEE Region stellt weiterhin DIE Wachstumsregion dar. Die Kursanstiege nach den vorläufigen Zahlen sollten sich durchaus noch fortsetzen. Kursziel: 46 Euro.

Andritz
Andritz entwickelt sich in ihren Kerngeschäftsfeldern trotz nur mäßiger wirtschaftlicher Dynamik weiterhin ausgezeichnet und weist steigende Auftragseingänge, Umsätze und Ergebnisse auf. Dem Unternehmen hilft auch die starke Positionierung in Emerging Markets und verfügt über eine steigende Nettoliquidität, die mittelfristig wieder für Akquisitionen verwendet werden kann. Zusätzlich weist die Aktie sowohl absolut als auch relativ zu den Peers eine niedrigere Bewertung auf.

Böhler Uddeholm
Böhler erzielt nach wie vor exzellente Ergebnisse und die Perspektiven im Sektor sehen weiterhin stabil bis leicht positiv aus. Im Sektorvergleich weist das Unternehmen durch die exzellenten Ergebnisse einen Bewertungsabschlag auf und die Dividendenrendite ist weit überdurchschnittlich. Die Integration von Buderus sorgt für zusätzliche Ergebnisdynamik. Aus Analysten-Sicht spricht alles für einen weiter steigenden Aktienkurs. Kursziel: 193 Euro.

Sanochemia Das österreichische Pharma-/Biotech-Unternehmen bietet eine gute Mischung aus bereits bestehender Profitabilität einerseits, und ausgezeichneten Wachstumsperspektiven andererseits. Haupthoffnungsträger für Sanochemia ist der Wirkstoff Tolperison, wo eine Lizenz-Transaktion mit der US-Firma Avigen zu beträchtlichen Einnahmen und später zu einer substanziellen Umsatzbeteiligung führen sollte. Das bestehende Geschäft in der Produktionssparte u.a. mit Galantamin liefert stabile Ergebnisbeiträge. Kursziel: 20,70 Euro.

S&T Das österreichische IT-Dienstleistungsunternehmen bietet eine breite regionale Abdeckung. Das Unternehmen weist sowohl im Peer Group-Vergleich als auch absolut gesehen eine günstige Bewertung auf. Aus Sicht der Erste Bank stellen die niedrigen Margen und die Planungsunsicherheit ein Problem dar. Allerdings weist die Aktie noch deutliches Aufholpotenzial im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen auf, die im CEE-Raum aktiv sind. Kursziel: 35 Euro.

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