ATX: Weitere Konsolidierung erwartet

14. März 2006, 19:40
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Ein Kommentar von Christoph Schultes aus dem Equity Weekly der Erste Bank

Die vergangene Woche brachte die von uns erwartete Konsolidierung des ATX. Der österreichische Leitindex fiel um 2,3% auf 3.934,0. Neben Gewinnmitnahmen sind wohl vor allem die Zinsängste als Hauptursache für die Korrektur zu sehen.

Hauptverlierer waren Verbund (-7.7%), Wiener Städtische (-5,0%), Andritz (-4,6%) und Betandwin (-4,5%). Aber auch die ATX-Schwergewichte OMV (-1,5%) und Erste Bank (-3,4%) zogen den Leitindex nach unten. Von den wenigen Gewinnern stachen nur BWT (+3,6%) und Semperit (+1,7%) ins Auge. Während die BWT ohne fundamentale Neuigkeiten die Verluste der vorletzten Woche zumindest teilweise kompensieren konnten, war der Anstieg der Semperit doch bemerkenswert.

Trotz der Ankündigung, dass Semperit mit Wirkung 20. März aus dem ATX gestrichen werden wird, war der Titel der Topperformer der letzten Woche, was auf die guten Zahlen für das abgelaufenen Jahr zurückzuführen ist (die uns auch veranlassten, den Titel von Halten auf Akkumulieren zu stufen). Insgesamt standen 17 Verlierern nur 5 Gewinner gegenüber.

Auf die nächste Woche darf man jedenfalls gespannt sein. OMV, Telekom und Mayr-Melnhof werden jeweils Zahlen für das abgelaufene Jahr bringen und die BA-CA wird – Zeitungsberichten zufolge – Details zur neuen Konzernstruktur veröffentlichen. Nachdem aber insgesamt gesehen auch charttechnisch einiges gegen eine sehr baldige Erholung spricht, rechnen wir eher mit einer weiteren Konsolidierung. Wir sehen den ATX in der kommenden Woche in einer Bandbreite von 3.820 bis 4.030 Punkten.

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