Zahl der Toten in Indonesien auf 22 gestiegen

12. März 2006, 19:35
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Virus bei zwei Kindern festgestellt - Weltweit sind es 98 Opfer

Jakarta - In Indonesien ist die Zahl der Todesopfer durch die Vogelgrippe auf 22 gestiegen. Bei einem drei Jahre altem Kind und einem zwölfjährigen Mädchen sei der gefährliche Virus-Stamm H5N1 nachgewiesen worden, teilten die Behörden am Freitag mit. "Wir haben jetzt 30 Fälle, von denen 22 gestorben sind", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Beide Opfer hätten Kontakt zu Geflügel gehabt.

Gegenwärtig wird die Krankheit nur von Tier zu Mensch übertragen. Auf diese Weise sind seit 2003 mindestens 98 Menschen ums Leben gekommen. Experten befürchten eine weltweite Epidemie mit Millionen Toten, sollte das Virus durch eine Mutation die Fähigkeit erlangen, sich direkt von Mensch zu Mensch zu verbreiten.

Die 220 Millionen Bewohner Indonesiens sind auf 17.000 Inseln verteilt. Viele Menschen halten auch in den Städten einige Hühner und Enten in ihren Hinterhöfen. Allein in der Hauptstadt Jakarta sollen nach Schätzungen der Behörden 500.000 Stück Geflügel gehalten werden. Die Regierung hält Massentötungen von Geflügel, wie sie in anderen Staaten vorgenommen wurden, daher für wenig sinnvoll im Kampf gegen die Vogelgrippe. (APA/Reuters)

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