Chikungunya-Seuche in Reunion klingt ab

10. März 2006, 16:40
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Insel-Präfekt: "Wir gewinnen immerhin eine Schlacht"

Paris - Die Chikungunya-Seuche im französischen Übersee-Departement Reunion hat nach Angaben des Präfekten Laurent Cayrel ihren Höhepunkt vermutlich überschritten. Die Zahl der Toten sei auf 125 gestiegen, sagte Cayrel am Freitag in Saint-Denis-de-la Reunion. Von den 760.000 Einwohnern der Insel im Indischen Ozean seien 204.000 mit dem Virus infiziert worden.

Doch es gebe Anzeichen für ein Abklingen. "Wir sind dabei, zwar nicht den Krieg, aber doch immerhin eine Schlacht zu gewinnen", sagte Cayrel.

Das Virus wird von der Mücke Aedes Albopictus übertragen, die auch Dengue-Fieber überträgt. Chikungunya heißt "Gebeugter Mann". Die Infektion führt zu Muskel- und Gelenkschmerzen, die die Menschen oft in gebückte Haltung zwingen.

Bisher können nur die Symptome behandelt werden. Die Bekämpfung erfolgt über die Vergiftung der Moskitolarven. In der vergangenen Woche wurden 13.000 Neuinfektionen gezählt; Anfang Februar hatte es 44.000 neue Fälle binnen einer Woche gegeben. Über Touristen war die Krankheit auch nach Europa verschleppt worden. (APA/dpa)

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