Jonke erfuhr Absage von "Seltsame Sache" aus der Zeitung

13. März 2006, 14:12
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Autor ist "erstaunt und enttäuscht" - Projekt Jonkes mit Thomas Hampson hätte im Theater an der Wien aufgeführt werden sollen

Wien - Die Absage der für Oktober geplanten Wien-Aufführung des da Ponte-Projekts "Seltsame Sache" von Gert Jonke und Thomas Hampson, die in der vergangenen Woche publik wurde, ist vom Theater an der Wien und vom Büro des Wiener Mozartjahres scheinbar nicht nur den Medien gegenüber wenig offensiv kommuniziert worden: Auch Autor Gert Jonke will davon offiziell nicht in Kenntnis gesetzt worden sein, wie er in einer Stellungnahme schreibt.

"Von der Liquidierung der 'Seltsamen Sache' vom Mozartjahr-Spielplan aus der Zeitung erfahren zu müssen, erstaunt und enttäuscht mich sehr", so Jonke, "Dass es die Verantwortlichen in Wien nicht einmal für wert befinden, mit mir vorher darüber zu sprechen, finde ich allerdings höchst merkwürdig. Die Mozartkugel trägt halt doch auf allen Linien den Sieg davon..."

Jonkes musikalisches Melodram zu Mozarts Librettisten Lorenzo da Ponte hatte im September 2005 als "Auftragswerk der RuhrTriennale in Kooperation mit dem Theater an der Wien / Mozartjahr 2006" in Duisburg seine Uraufführung. Die geplante Österreich-Premiere im Theater an der Wien wurde aus technischen Gründen abgesagt. Die Produktion sei szenisch zu groß geworden, hieß es. (APA)

Gert Jonke:
"Strandkonzert mit Brandung"
Verlag Jung und Jung, 164 Seiten, 19,50 Euro, ISBN 3-902497-07-6
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