Verdachtsfall an bayrisch-oberösterreichischer Grenze

12. März 2006, 19:35
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Schwan am 1. März geborgen - H5N1-Virus festgestellt - In Oberösterreich Schutzmaßnahmen eingeleitet

Linz - An der bayerisch-oberösterreichischen Grenze gibt es nach dem Fund eines toten Schwans in Passau Vogelgrippe-Verdacht. Die laut Krisenplan vorgesehenen Schutz- und Vorsorgemaßnahmen seien eingeleitet worden. Das teilte die Veterinär-Landesrätin Silvia Stöger (S) in einer Presseaussendung Freitagnachmittag mit.

Der Schwan sei am 1. März im Rechen des Inn-Kraftwerkes Ingling in Passau geborgen worden. Bei der Untersuchung durch die bayerischen Behörden sei festgestellt worden, dass das tote Tier mit Vogelgrippe-Viren des Subtyps "H5N1" infiziert gewesen sei. Das habe die Stadt Passau mitgeteilt, hieß es in der Information des Landes Oberösterreich. Noch nicht nachgewiesen sei, ob es sich um einen hoch krankheitserregenden Stamm handle.

Hotline eingerichtet

Auf Grund der Lage des Fundortes an der bayerisch-oberösterreichischen Grenze am Bezirk Schärding sei auch Oberösterreich vom Verdacht des Ausbruches der Geflügelpest bei wildlebenden Vögeln betroffen. Landesrätin Stöger betonte aber: "Es besteht keinerlei Grund zu Panik. Es wurden sofort die laut Krisenplan vorgesehenen Schutz- und Vorsorgemaßnahmen eingeleitet." Zudem ließ sie eine Info-Hotline unter der Telefonnummer 0664/8299018 einrichten.

Das Gesundheitsministerium habe eine Verordnung mit einer Schutz- und einer Überwachungszone rund um den Auffindungsort sowie Maßnahmen, die in diesen Zonen gelten, erlassen. Diese Verordnung trete mit Ablauf des Freitags in Kraft. Die Schutzzone umfasse zwei Katastralgemeinden in der Gemeinde Schardenberg, die Überwachungszone umfasst die vier Gemeinden Brunnenthal, Freinberg, Schardenberg und Wernstein zur Gänze sowie Teile von Esternberg, Münzkirchen und der Bezirksstadt Schärding. (APA)

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