Umfrage: 41 Prozent kennen Ziele des FP-Volksbegehrens nicht

10. März 2006, 15:32
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30 Prozent nennen Österreichs EU-Austritt als Ziel - 14 Prozent wollten unterschreiben

Wien - Wer unterstützt das FPÖ-Volksbegehren "Österreich bleib frei" und vor allem worüber stimmen die Sympathisanten tatsächlich ab? Diesen Fragen ist die Sozialwissenschaftliche Studiengesellschaft (SWS) in einer Befragung von 1.000 wahlberechtigten Österreichern nachgegangen. Laut Umfrage, die am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien präsentiert wurde, bestand unter den Befragten die mehrheitliche Meinung, es gehe bei dem Begehren um einen Austritt Österreichs aus der EU.

Von der Aktion gehört

Die Werbetrommeln für das Volksbegehren dürften im Vorfeld recht gut funktioniert haben, denn bis zwei Tage vor Beginn hatten immerhin 67 Prozent der Befragten bereits von der Aktion gehört. Sinn und Zweck des Volksbegehrens waren hingegen weit weniger bekannt: Während 41 Prozent hier keine Angaben machen konnten, gaben zum Beispiel 30 Prozent als Ziel an: "Österreich soll aus der EU austreten". Als Motiv für die Durchführung des Begehrens - hier waren Mehrfachnennungen möglich - vermuteten die Befragten an erster Stelle die Verhinderung eines Beitritts der Türkei in die EU. 48 Prozent glaubten, es gehe um einen Konkurrenzkampf "(Heinz-Christian) Strache gegen (Jörg) Haider".

Während die Beteiligung für das Begehren bis zum Wochenende eher schwach ausgefallen war, hatten im Vorfeld immerhin 14 Prozent erklärt, das Volksbegehren unterstützen zu wollen. 16 Prozent waren noch nicht entschlossen, wohingegen 58 Prozent der Befragten eine Beteiligung ausdrücklich ausschlossen.

Etwa ein Drittel von 14 Prozent könnte unterschreiben

Man könne davon ausgehen, dass in etwa ein Drittel ihre Absichtserklärung in die Tat umsetzt, erklärte Studienreferent Franz Birk bei der Pressekonferenz. Jene, die im Vorfeld beabsichtigten, das FPÖ-Begehren zu unterstützen, sind laut Birk vor allem Österreicher mit geringerem Bildungsniveau oder Pensionisten. Jeweils rund zehn Prozent von ihnen gaben an, üblicherweise ÖVP- bzw. SPÖ-Sympathisanten zu sein.

Die Befragung wurde im Februar begonnen und am vergangen Samstag, zwei Tage vor Beginn der Eintragungsfrist für das Volksbegehren, abgeschlossen. (APA)

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