EU und USA unterzeichnen Weinabkommen

13. Juli 2006, 17:19
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Bisher war günstiger "Kunstwein" aus den USA in Europa verboten. Nach 20 Jahren Verhandlungen wurde nun ein Abkommen getroffen, das den Verkauf erlaubt

Brüssel/London - Europas Verbraucher können bald günstige "Kunstweine" aus den USA in den Geschäften kaufen. Nach 20 Jahren Verhandlungen unterzeichneten die Europäische Union und die USA am Freitag, 10. März, in London ein Abkommen, das die gegenseitige Anerkennung von Verfahren bei der Weinherstellung regelt.

Wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte, bringt das Abkommen für Europas Weinbaunationen wie Frankreich und Italien Vorteile. Die jährlichen Ausfuhren in die USA haben einen Wert von mehr als zwei Mrd. Euro und machen zwei Fünftel aller Exporte aus. Die EU-Staaten hatten das Abkommen im vergangenen Dezember gebilligt.

Das US-Weinrecht gestattet den Winzern beispielsweise, die teure und lange Lagerung im Eichenfass zu umgehen, in dem zur Anreicherung der Tannine edler Weine Holzchips in die Stahltanks kommen. In den USA sind für Wein Produktionsmethoden zugelassen, die in der EU verboten sind. Dazu gehören Wasserzusätze und die "Fraktionierung" des Weins, ein Schleuderverfahren, um die Bestandteile zu trennen und beliebig mit Aromazusätzen wieder zusammenmischen zu können. Binnen der kommenden 90 Tage wollen die EU und die USA beginnen, über noch ungeklärte Punkte zu verhandeln. (APA/dpa)

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