Garagenstreit: Häupl pocht auf Vereinbarungen mit Stenzel

30. März 2006, 14:06
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"Wenn jemand aus ihrem Büro anderer Meinung ist, ist das nicht mein Problem" - Stenzel: Garage keine Alternative

Wien - Im Streit um die geplante Tiefgarage am Neuen Markt in der Wiener Innenstadt betonte am Freitag Bürgermeister Michael Häupl, dass mit Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel ein offenes Mediationsverfahren vereinbart wurde. "Wenn jemand in ihrem Büro anderer Meinung ist, dann ist das wirklich nicht mein Problem", stellte Häupl klar.

Gestern hatte Stenzels Büroleiterin Angelika Mayerhofer-Battlogg gegenüber der APA erklärt, im offenen Mediationsverfahren gehe es nur mehr über die Neugestaltung der Oberfläche, der Garagenbau selbst werde aber nicht kommen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Vereinbarung zwischen einem Bürgermeister und einer Bezirksvorsteherin dann negiert wird durch die Büroleiterin der Frau Bezirksvorsteherin", betonte Häupl.

Er lasse sich von den Zwischenrufen nicht irritieren. "Das ist mit der Frau Bezirksvorsteherin ausgemacht. Wenn sie da jetzt wieder anderer Meinung sein sollte, dann soll sie es mir sagen", so der Bürgermeister.

Stenzel selbst machte am Freitag aber erneut deutlich, dass der Bau einer Garage für sie nicht in Frage komme. Bezug nehmend auf die von ihr durchgeführte Umfrage, bei der sich zwei Drittel der Befragten gegen einen Garagenbau ausgesprochen hatten, meinte sie in einer Aussendung: "Wer das Ergebnis der Befragung wirklich respektiert, kann nicht so tun, als gäbe es noch eine Alternative im Sinne, Garage eventuell doch."

"Es muss klar sein, dass ein so eindeutiger Volksentscheid das Nein für die Garage an diesem Platz bedeutet", betonte Stenzel. Wichtig sei nun die "Entkrampfung" zwischen den Dialogpartner im Mediationsverfahren über die Gestaltung des Neuen Marktes.(APA)

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