Lawrow schlägt internationales Treffen vor

12. März 2006, 11:38
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Gemeinsame künftige Strategie soll Reaktion des UNO-Sicherheitsrates verhindern - Washington weist Vorschlag umgehend zurück

Moskau - Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat im Atomstreit mit dem Iran ein Treffen mit Vertretern Chinas, des europäischen Verhandlungstrios und der Vereinigten Staaten vorgeschlagen. Ziel sei es, zu einer "neuen Übereinstimmung" in der künftigen Strategie zu gelangen, um so eine Reaktion des UNO-Sicherheitsrates zu vermeiden, hieß es auf der Homepage des russischen Außenministeriums am Freitag.

Zuspitzung

Die Überweisung des Atomstreits an das UNO-Gremium bedeute nicht, "dass wir jetzt alle zum Sicherheitsrat gehen und anfangen, Forderungen zu stellen und Drohungen auszusprechen." Dass sich die Lage im Moment derart zugespitzt habe, sei zumindest teilweise auf die Haltung der iranischen Führung zurückzuführen, "die wir nicht unterstützen", erklärte Lawrow.

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hatte den Atomstreit am Mittwoch an den Sicherheitsrat verwiesen. Es wird erwartet, dass das Gremium zunächst eine so genannte Präsidentenerklärung abgibt, bevor weitere Maßnahmen eingeleitet werden. Moskau lehnt Sanktionen gegen den Iran ab und hatte in den vergangenen Wochen als Vermittler fungiert.

USA gegen Sechsergespräch

Die US-Regierung hat den russischen Vorschlag zurückgewiesen. Die nächsten Gespräche fänden Anfang kommender Woche im UNO-Sicherheitsrat statt, sagte der stellvertretende US-Außenminister Nicholas Burns am Freitag in Washington. (APA)

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    Lawrow schlägt ein Strategie-Treffen vor

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