"Geheimer" Geldgeber pumpt sechs Millionen in Styrian Airways

27. März 2006, 09:15
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Im Februar beschloss die steirische Regionalfluglinie eine Kapitalerhöhung von bis zu zehn Millionen Euro - Neuer Investor will noch anonym bleiben

Klagenfurt/Graz - Ein neuer Investor hat mehr als sechs Millionen Euro in die steirische Regionalfluglinie Styrian Airways eingebracht. Der Anteil des Landes Kärnten, das im vergangenen Jahr mit drei Millionen eingestiegen war, sinkt dadurch von 42,55 auf unter 20 Prozent. Wer der Geldgeber ist, bleibt vorerst verborgen.

Es sei vereinbart worden, dass es über die Geldgeber bis zur Eintragung ins Firmenbuch keine Informationen gebe, erklärte Reinhard Zechner, Geschäftsführer der Kärntner Tourismus-Holding, in der Freitag-Ausgabe der "Kleinen Zeitung". Das Land Kärnten hat bei der Kapitalerhöhung ebenso wenig mitgezogen wie die HGI-Gruppe rund um Magna-Chef Siegfried Wolf. Diese hatte knapp mehr als elf Prozent an der Styrian Airways gehalten.

Ankauf neuer Maschine

Mit dem frischen Geld will man nun eine 88-sitzige Canadair 900 anschaffen. Derzeit fliegt die Gesellschaft mit 50-sitzigen Regionaljets. Allerdings auch mit Verlusten, 2004 betrugen die operativen Verluste 3,1 Millionen Euro. Und auch im Geschäftsjahr 2005 gab es keine schwarzen Zahlen. Allein beim Treibstoff mussten Mehrkosten von 800.000 Euro verdaut werden, an Betriebsmittelkrediten wurden statt 1,34 vier Millionen Euro gebraucht, was entsprechend höhere Zinsen generierte.

Durch die nur teilweise erfolgte Absicherung des Währungsrisikos verteuerten sich Leasingraten, Wartung und Ersatzteile gegenüber den geplanten Ausgaben beträchtlich. Die Manager waren von einer Währungsparität von 1,3 Dollar je Euro ausgegangen, der Kurs fiel aber auf 1,17. Das geht aus einem Bericht von Vorstand Andreas Rösslhuber an das Land Kärnten hervor. Die Höhe des Jahresverlustes gab die Fluglinie nicht bekannt.

Von Klagenfurt aus fliegt die Styrian Spirit den Londoner Flughafen Luton an, dazu gibt es eine Verbindung nach Salzburg (mit Weiterflug nach Paris) und nach Zürich. Von Graz aus werden Salzburg, Paris, Stuttgart, Zürich und Berlin angeflogen. (APA)

  • Der Anteil des Landes Kärnten an der Styrian sinkt von 42,55 auf unter 20 Prozent.
    foto: styran airways

    Der Anteil des Landes Kärnten an der Styrian sinkt von 42,55 auf unter 20 Prozent.

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