"Positives Grundgefühl" bei der Diagonale

10. März 2006, 19:42
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Florian Flickers Dokumentation "No Name City" eröffnet das Festival am 21. März

Graz - Mit einem "positiven Grundgefühl" gehen Intendantin Birgit Flos und Oliver Testor (Geschäftsführung) in die diesjährige "Diagonale", die am 21. März mit dem Dokumentarfilm "No Name City" von Florian Flicker in Graz eröffnet. An sechs Tagen werden 189 Filme präsentiert, darunter 142 aktuelle österreichische Produktionen. In acht Sonderprogrammen werden weitere 26 heimische Wieder- und Neuentdeckungen sowie 19 internationale Filme gezeigt.

Gute Voraussetzungen

Der Fokus der "Diagonale 06" liegt auf der Filmproduktion, der mit einer Diskussionsschiene Rechnung getragen wird. "Hinter uns liegt eines der bisher erfolgreichsten und großartigsten Jahre des österreichischen Films", spielte Flos bei der Programm-Präsentation in Graz auf die hohe Dichte an internationalen Auszeichnungen für österreichische Filmschaffende an.

Das Programm der "Diagonale" sei daher eine konzentrierte Zusammenschau verschiedenster Formate. Erstmals wird heuer neben dem "Großen Diagonale-Preis" für Spielfilme auch ein "Großer Diagonale-Preis" in der Kategorie Dokumentarfilm vergeben.

Dokumentarfilme überwiegen

Unter den Spielfilm-Premieren finden sich unter anderem Wolfgang Murnbergers dritter Teil der Tragikomödie "Auf dem Jakobsweg - Brüder III", Barbara Gräftners "Mutterherz", eine Langversion des "8x45"-Beitrags "Testamentmaschine" sowie die österreichisch-israelische Koproduktion "Chaltura Leila & Lena" von Michael Pfeiffenberger. Auch heuer überwiegen die Dokumentarfilme, so feiern hier 23 Produktionen ihre Premiere.

Den Grund für die Überzahl an langen Dokumentarfilmen gegenüber dokumentarischen Kurzfilmen sieht Flos in der zunehmenden Erleichterung durch einfache Produktionsmittel. Nur vier Kurzdokus, darunter Kathrin Resetarits' "Ich bin ich" finden sich im "Diagonale"-Programm. Den größten Teil bestreiten über 50 Experimentalfilme, dem gegenüber stehen sieben Kurzspielfilme.

Sonderprogramme

In Sonderprogrammen läuft unter anderem in Kooperation mit dem Kunsthaus Graz, wo sich auch das Festivalzentrum befindet, eine Werkschau von Maria Lassnig (parallel läuft die Ausstellung "Zwei oder Drei oder Etwas" im Kunsthaus"), ein "Tribute to John Cook" oder frühe Arbeiten von Jörg Kalt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet ein Dänemark-Fokus, hier zeigt die "Diagonale" acht Filme von sechs dänischen Regiseur/innen.

Eine weitere Schiene wird mit den Nachwuchsprogrammen "shorts on screen" sowie "wiener video&filmtage" und der ORF-Reihe "8x45" bespielt. Das umfangreiche Rahmenprogramm bietet diverse DVD-Installationen, wie zum Beispiel "The Mozart Minute", wo 26 namhafte österreichische Filmschaffende zum Wiener Mozartjahr in Form von einminütigen künstlerischen Kurzfilmen Stellung nehmen. Zahlreiche Diskussionen runden das Programm ab, die "Diagonale Nightline" sorgt für Stimmung nach dem offiziellen Programm. (APA)

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