Feilschen beim Autokauf macht sich bezahlt

27. März 2006, 13:10
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Ein günstiges Angebot, das im ersten Moment die Geldbörse schont, kann sich, wenn man das Fahrzeug wieder verkaufen möchte, als Reinfall entpuppen

Wien - "Probefahr-Bonus", "Ruckzuck-Aktion" oder "Hut-Ab-Prämie": Ein Neuwagenkauf kann ziemlich aufregend sein. Hinter all diesen klingenden Wortschöpfungen verstecken sich kreative Sonderaktionen, die nahezu alle Händler anbieten. "Für den Kunden wird das Angebot dadurch aber immer unübersichtlicher", warnt der Autofahrerclub ÖAMTC.

Preisnachteile keine Seltenheit

"Der Autokäufer sollte sich von diesen klingenden Wortkreationen nicht blenden lassen, oft verstecken sich dahinter Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter", sagt ÖAMTC-Techniker Erwin Dobias. Die Gefahr, dass man sich ein Fahrzeug ohne neueste Abgas-Technologie "andrehen" lässt, sei durchaus hoch. Dobias: "Hat man zum Beispiel ein Fahrzeug ohne Partikelfilter gekauft, kann der Wiederverkaufswert erheblich sinken. Der Verkäufer hat mit massiven Preisnachteilen zu rechnen."

Vorbereitung vor dem Kauf

Nach dem Zufallsprinzip haben die "Mystery-Shopper" des ÖAMTC je drei Mazda-, Citroen-, und VW-Händler im Großraum Wien besucht und sich für Kaufangebote in der Golf-Klasse interessiert. Dobias: "Wir haben uns drei Modelle - den Mazda 3, den Citroen C4 und den VW Golf - näher angeschaut und nach günstigen Angeboten gefragt." Fazit der "Mystery-Shopper": Vergleichen und Feilschen macht sich bezahlt. Und: Man sollte sich vor allem über das Internet auf den Neuwagen-Kauf vorbereiten.

Beachtliche Preisunterschiede

Die Preisunterschiede für das gleiche Fahrzeugmodell bei unterschiedlichen Händlern seien beim ÖAMTC-Test zum Teil beachtlich gewesen. "So gab es etwa bei Mazda bis zu sieben Prozentpunkte Preisunterschied bei ein und demselben Modell", so Dobias. Bei Citroen sticht laut seinen Angaben eine spezielle Aktions-Preispolitik ins Auge: Fast die gesamte Modell-Palette wird mit Aktionspreisen beworben. Den "Mystery-Shoppern" des Clubs seien trotz Aktionspreisen dennoch drei Prozent Preisrabatt gewährt worden.

Die Preispolitik der VW-Händler bezeichnet der ÖAMTC als auffallend. "Während einer sofort zehn Prozent Rabatt angeboten hat, wollte ein anderer Händler für das selbe Modell nur zwei Prozent Preisnachlass gewähren", berichtet Dobias. "Allerdings hat dieser noch einen Bonus bei Kaufabschluss avisiert." (APA)

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    Die Preisunterschiede für das gleiche Fahrzeugmodell bei unterschiedlichen Händlern seien beim ÖAMTC-Test zum Teil beachtlich gewesen.

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