"Kompakter Steirer" in Aussicht

14. Mai 2006, 10:36
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Steirische Winzer stellen Jahrgang 2005 vor. "Saftiger, gehaltvoller, appetitlicher als der Vorgänger" soll er sein

Graz - "Es war kein Badesommer, aber den Reben war das herzlich wurscht", kommentiert der Obmann der Marktgemeinschaft Steirischer Wein, Willi Sattler, den Jahrgang 2005. Traditionell wird der fertige Rebensaft, von dem rund 176.000 (2004: 167.000) hl in den Kellern der steirischen Winzer lagern, beginnend mit März in einer Reihe von Verkostungen vorgestellt. Weinbaudirektor Werner Luttenberger verspricht einen "kompakten Steirer".

Weißburgunder begünstigt

Gelobt wird der 2005er in den höchsten Tönen. "Saftiger, gehaltvoller, appetitlicher als der Vorgänger", so Sattler, der über seine Zunft nur das Beste kommen lässt: "Wir sind keine Schönwetter-Kapitäne, wir können mit Herausforderungen umgehen". Luttenberger assistiert: "Wir hatten nicht die absolute Top-Zuckergradation, aber eine gute physiologische Reife". Im Gegensatz zum 04er, der eher von der Säure getragen gewesen sei, lebe der Neue von der Harmonie. Besonders bevorzugt sei der Weißburgunder, so der für den Weinbau zuständige Referent der Landwirtschaftskammer.

Aufgeschlüsselt nach Sorten präsentiert sich der Welschriesling noch immer als "Leitrebe" (20,5 Prozent), gefolgt vom Blauen Wildbacher vulgo Schilcher (13,1 Prozent) und Weißburgunder (11,9 Prozent). Nach Müller Thurgau/ Rivaner (9,7 Prozent) und Zweigelt (10,6 Prozent) liegen die Mode-Sorten Morillon (6,3 Prozent) und Sauvignon blanc (6,9 Prozent). Laut Kammer-Schätzung sind mit der steirischen Ernte 2005 insgesamt rund 75 Mio. Euro zu erlösen.

Trend zur Konzentration

Strukturell hält der Trend zur Konzentration an. Die Zahl der Weinbauern nimmt leicht ab, 2005 bewirtschafteten 3.155 Betriebe (100 weniger als im Jahr davor, Anm.) eine Fläche von 4.300 ha, wovon rund 3.700 ha in Ertrag sind. Wenn auch die durchschnittliche Betriebsgröße von 1,3 ha bescheiden ist, sei bei den Betriebsgrößen zwischen fünf und zehn Hektar und darüber ein starker Zuwachs zu verzeichnen, so Luttenberger. Zieht man jene Produzenten ab, die ihre Trauben verkaufen, bleiben rund 1000 tatsächliche "Weinmacher" übrig. (APA)

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Steirischer Wein

Präsentationen

  • 16.3. Graz, Stadthalle
  • 22.3. Wien, Orangerie Schönbrunn
  • 31.3. Linz, Palais Kaufmännischer Verein
  • 12.5. Salzburg, Residenz 13.5. Klagenfurt, Schloß Tentschach
    • Artikelbild
      foto: www.steirischerwein.at
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