UN-Mitarbeiter protestieren gegen Annans Reformvorschläge

21. März 2006, 15:47
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Kritik an Überlegungen zu Outsourcing

New York - Die Reformvorschläge von UN-Generalsekretär Kofi Annan haben einen Proteststurm bei der Mitarbeitergewerkschaft der Vereinten Nationen ausgelöst. Die Gewerkschaft kritisierte vor allem die Überlegung Annans, einen Teil der Arbeiten durch externe Anbieter erledigen zu lassen. Das Fehlen fester Anstellungsverträge und die Forderung nach mehr Flexibilität bei immer weniger Sicherheit seien ein Angriff gegen den internationalen öffentlichen Dienst, hieß es.

Mehr als 500 Mitglieder verabschiedeten nach Angaben der Gewerkschaft auf einer Sondersitzung am Donnerstag nahezu einstimmig eine Erklärung, in der sie Annan und der obersten Führungsebene der UN gegenüber ihr Misstrauen erlärten. Die Gewerkschaft repräsentiert mehr als 5.000 UN-Mitarbeiter.

Neuorganisation des Managements

Annan hatte seine Vorschläge für eine tiefgreifende Reform der Vereinten Nationen am Dienstag vorgestellt. In seinem Bericht ist unter anderem von einer Neuorganisation des Managements, einer Modernisierung der Technologie im Hauptquartier und eine Reduzierung des Personals die Rede. Konkrete Vorschläge für Outsourcing machte Annan nicht. Er will jedoch, dass die Vollversammlung bestehende Vorschriften lockert, damit ein solches Vorgehen zumindest in Erwägung gezogen werden kann. (APA/AP)

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