Wahrheit, Liebe und Verschwörung

17. März 2006, 17:17
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STANDARD-Galapremiere: Wieso Ang Lees "Brokeback Mountain" "nur" drei Oscars gewinnen durfte

Es geht ja wenig über feine Verschwörungstheorien. Aber manchmal liegen die Dinge anders. Drum war es STANDARD-Herausgeber Oscar Bronner Mittwochabend bei der STANDARD-Galapremiere von Ang Lees "Brokeback Mountain" ein Anliegen, aufzuklären, wieso die Geschichte über die Liebe zwischen zwei Männern tatsächlich "nur" drei Oscars gewinnen durfte. Das habe, verriet Bronner, nämlich gar nichts mit homophoben Ressentiments von George Bush und weltanschaulich ähnlich positionierter Menschen zu tun: "Man wollte verhindern, dass diese STANDARD-Premiere noch glanzvoller wird." Freilich: Es glänzte trotzdem - und später, in der auf Western-Kneipe hergerichteten Säulenhalle des MAK, schwärmte Günter Tolar dann vor (u. a.) Harald Sicheritz und Jan Mariusz Demner, "noch nie einen so schönen, weil absolut unhysterischen und ohne jedes tuntige Klischee auskommenden Film über Schwule" gesehen zu haben, "hier wird einfach die Liebe zwischen zwei Menschen gezeigt - und zwar als etwas völlig Normales. Und gerade das zeigt, wie obszön es ist, Liebe verstecken zu müssen." (DER STANDARD - Printausgabe, 10. März 2006)
  • Softes Westernsetting (inklusive Dosenbohnen) nach der Premiere: Tolar und Bronner im MAK.
    foto: standard/andy urban

    Softes Westernsetting (inklusive Dosenbohnen) nach der Premiere: Tolar und Bronner im MAK.

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