In Turin spielt es sich wieder ab

11. März 2006, 09:30
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Winterparalympics mit 24 Österreichern und einem neuen Wertungssystem

Turin - Zwölf Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele wartet Turin auf das nächste Sportfest der Superlative. Wenn heute, Freitagabend, im Stadio Olimpico die Winterparalympics eröffnet werden, setzen auch die Spiele der Körperbehinderten Rekordmarken. Die Konkurrenz ist so groß wie nie zuvor: 39 paralympische Komitees schicken 535 Sportler zur 9. Auflage der Winterparalympics, die im schwedischen Örnsköldsvik 1976 ihre Premiere erlebten. 1000 Medienvertreter berichten von den Wettkämpfen, 3000 Freiwillige helfen beim Organisieren, 250.000 Zuschauer sollen unter dem Motto "Spirit in Motion" für einen würdigen Rahmen sorgen.

24 Behindertensportler, da-runter 22 Alpine, vertreten Österreich, das vor vier Jahren in Salt Lake City 29 Medaillen (9 Gold/10 Silber/10 Bronze) gewann, damit den vierten Platz hinter Deutschland (27/ 1/15), den USA (10/22/11) und Norwegen (10/3/6) belegte. Ein ähnlicher Medaillenregen ist in Turin auszuschließen, dafür sorgt das neue Wertungssystem in den Skibewerben, das die früher nach Behinderung abgestuften Wettkampfklassen durch ein kompliziertes, im Weltcup erprobtes Handicapsystem zusammenfasst. Statt 92 Entscheidungen wie 2002 fallen insgesamt 58.

Die Chancen auf Medaillen stehen in fast allen alpinen Disziplinen gut, zuletzt hat Österreich trotz geringerer Teilnehmerzahl vor den USA und Japan den Nationencup gewonnen. (DER STANDARD, Printausgabe, Freitag, 10. März 2006, fri, APA, sid)

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