Beleibter Ronaldo bekam sein Fett ab

9. März 2006, 16:59
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Nach dem Aus der "Galaktischen" von Real Madrid gegen Arsenal war der ehemalige Weltfußballer im Zentrum der Kritik

London/Madrid - Real Madrid wird wohl erstmals seit über 50 Jahren drei Saisonen en suite ohne Titel bleiben. Nach der Null-Nummer und dem Achtelfinal-Aus in der Champions League in London-Highbury ging die Madrider Presse mit den Stars um den "Altherren-Fußballer" Ronaldo hart ins Gericht. Das Sportblatt "As" verkündete schon das "Ende der Galaxie".

Besonders der maßlos enttäuschende Ronaldo bekam sein Fett ab. "Er war übergewichtig, außer Form, hoffnungslos langsam und ohne zündende Ideen", schrieb die Zeitung "Marca". Die britische "Sun" stellte ihren Lesern die Frage: "Kennen Sie einen fetteren Fußballer als diesen Pudding?" Der dreifache Weltfußballer des Jahres deutete erneut seinen vorzeitig Abschied an.

"Ich möchte kein Problem sein. Ich werde nach Saisonende entscheiden, wie es mit mir weitergeht", sagte der brasilianische Weltmeister, der an die Adresse von Denkmal Pele sagte: "Auf ihn brauchen wir nicht zu achten. Wenn ich einmal aufhöre, Fußball zu spielen, möchte ich nicht eine bittere Person sein, die solche Aussagen macht", sagte der 29-jährige Stürmer.

Kritik von Pele und Platini

Der dreifache Weltmeister Pele hatte Ronaldo vorgehalten, sich zu leicht von Einflüssen ablenken zu lassen. Sein Privatleben sei "sehr durcheinander", behauptete sein Landsmann. Mittlerweile meldete sich auch Michel Platini als Ronaldo-Kritiker zu Wort. "Er ist nicht derselbe Spieler wie früher, er ist in die Jahre gekommen. Und er trägt einfach zu viele Kilo herum", meinte der französische Ex-Star.

Aber nicht nur Ronaldo scheint es derzeit nicht gut zu gehen, sondern auch Real. Das "Weiße Ballett" liegt in Trümmern. "Von einem Klub, der von einem Verlegenheitspräsidenten und einem Verlegenheitstrainer geführt wird, ist nicht mehr zu erwarten", meinte "As". Der Umbruch im Lager der "Königlichen" ist unvermeidlich, die Zukunft der einst als "galaktisch" gepriesenen Superstars ungewiss. "Das Modell ist gescheitert", urteilte "Marca" und forderte einen Neuaufbau. (APA/dpa)

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    Ronaldo konnte im Highbury-Stadion keine Akzente setzen.

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