LR Anschober: Entscheidung "teilweise enttäuschend"

9. März 2006, 18:03
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"Streit in der Energiewirtschaft wird weiter prolongiert"

Linz - Oberösterreichs Umweltlandesrat Rudi Anschober hat die Entscheidung des Verbund-Aufsichtsrates am Donnerstag als "teilweise enttäuschend" bezeichnet. "Damit wird der Streit in der Energiewirtschaft weiter prolongiert", kritisierte er. Das sei die Verantwortung von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, der seit dreieinhalb Jahren nicht in der Lage sei, die im November 2002 vereinbarte Stromlösung auch umzusetzen.

Die nun vorliegende Österreichische Stromlösung (ÖSL) habe mit der eigentlich paktierten nichts mehr zu tun und stelle einen "dramatischen Zentralisierungsschritt inklusive Entmachtung der Landesenergieversorger" dar, so Anschober: "Wir werden offensiv in verschiedene Richtungen mit dem Ziel einer ökologisch wie ökonomisch optimalen Lösung weiterverhandeln und nicht tatenlos auf der Wartebank sitzen bleiben." Gerade im Europa der rasanten Konzentrationen im Energiesektor sei es allerhöchste Zeit, die Streitereien in der österreichischen Energiewirtschaft zu beenden. (APA)

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