Einigung bei Hersteller-Streit in Sicht

11. März 2006, 17:48
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Haug: "Es geht in die richtige Richtung" - Ecclestone-Gruppe vor Übernahme der Mehrheitsanteile

Sakhir/Bahrain - Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ist zuversichtlich, dass sich die Herstellervereinigung (GMPA) im Streit um die Zukunft der Formel 1 mit Bernie Ecclestone einigt. "Es geht in die richtige Richtung", sagte der Deutsche am Donnerstag in Bahrain. Wenn die Übereinkunft nun gelinge, "haben sich die Anstrengungen der letzten vier Jahre gelohnt", betonte Haug. Die Investorengruppe CVC habe allergrößtes Interesse an einem Konsens.

Grünes Licht von der EU notwendig

CVC würde endgültig die mehrheitlichen Formel 1-Anteile übernehmen, wenn die EU-Wettbewerbskommission noch im März grünes Licht geben sollte. Geschäftsführer und Teilhaber der CVC ist Ecclestone. Der 75-jährige Brite hat bereits von einem möglichen Ende der Auseinandersetzung noch vor dem WM-Start am Wochenende in Bahrain gesprochen. In den Verhandlungen zwischen der GPMA, der neben Mercedes auch BMW, Renault, Honda und Toyota angehören, geht es vor allem um eine aus Sicht der Teams bessere Verteilung der Erlöse.

Uneinigkeit scheint in der Vereinigung, die den Aufbau einer eigenen Rennserie ab 2008 geplant hatte, jedoch punkto Reglement zu herrschen, das mit dem Internationalen Automobilverband FIA abgestimmt werden muss. "Die Japaner wollen die technische Freiheit", erklärte Haug. Der Mercedes-Motorsportchef sprach sich dagegen für "grundsätzliche Restriktionen" aus. (APA/dpa)

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