Archäologe: Die griechische Insel Delos "sendet einen Notruf"

9. März 2006, 13:40
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Antike Monumente harren der dringenden Restaurierung

Athen - Fast alle antiken Monumente auf Delos müssen dringend restauriert werden. Im Altertum galt die Kykladen-Insel den Griechen als Heiligtum, sie war dem Gott der Sonne und des Lichtes Apollon gewidmet. Nach Archäologenschätzungen sind für Sanierungsarbeiten mindestens 20 Millionen Euro notwendig. Seit der Entdeckung der antiken Ruinen Ende des 19. Jahrhunderts seien keine nennenswerten Restaurierungen durchgeführt worden. "Die Insel sendet einen Notruf", wurde der Archäologe Demosthenes Ziro am Donnerstag in der griechischen Presse zitiert.

Nach den Worten des Archäologen müssen dringend das Apollon-Heiligtum und die Reste einer monumentalen Säulenhalle sowie zahlreiche kleinere Tempel und Heiligtümer repariert und restauriert werden, hieß es. Die starken Winde und die salzhaltige und feuchte Luft der Ägäis hätten in den vergangenen Jahren zahlreiche Schäden angerichtet, hieß es. Pläne für die rund 72 Meter lange und elf Meter breite Säulenhalle des mazedonischen Königs Philipp des Fünften vom Jahre 210 v. Ch. seien wegen Geldmangels bisher gescheitert, hieß es. Die rund 3,5 Quadratkilometer große unfruchtbare Insel Delos liegt nahe der Kykladen-Insel Mykonos. (APA/dpa)

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