Zwangspause für "Crazy Dani"

28. März 2006, 11:33
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Köllerer von ATP für 6 Monate gesperrt - Erneuter Eklat bei ÖTV-Meisterschaft nach umstrittener Entscheidung

Wien - Österreichs Tennis-Nummer vier, Daniel Köllerer, manövriert sich zusehends ins Abseits. Nur wenige Stunden nachdem der Welser von der Spielergewerkschaft ATP wegen seiner Disqualifikation beim Turnier in Acapulco Ende Februar für sechs Monate aus dem Verkehr gezogen wurde, sorgte Köllerer bei den österreichischen Hallen-Meisterschaften in Neusiedl/See am Mittwoch für einen weiteren Eklat. Die Niederlage vor Augen trat er plötzlich ab.

Halbes Jahr Sperre

"Ich werde stärker denn je zurückkommen", gab sich Köllerer nach Bekanntwerden der ATP-Sperre, die ihn für ein halbes Jahr in die Drittklassigkeit (Future-, Satellite-Turniere auf ITF-Ebene) zwingt, noch kämpferisch. Auch sein Verhalten am Platz wolle er bessern und nur noch positive Emotionen zeigen. Die Vorsätze währten freilich nicht lange, noch am selben Tag sorgte "Crazy Dani" im Achtelfinale der Hallen-Meisterschaften für einen erneuten Skandal.

Ausraster im Tiebreak

Im Tiebreak des zweiten Satzes rastete Köllerer beim Stand von 1:4 aus, nachdem ein knapper Ball zu seinen Ungunsten entschieden worden war. Der Schiedsrichter verhängte einen Strafpunkt zum 1:5 aus Sicht des 22-Jährigen, worauf Köllerer den Platz verließ und aufgab. Offizieller Grund: eine Verkühlung.

Die jüngsten Vorkommnisse reihen sich in eine ganze Serie von Disziplinlosigkeiten, die sich der Oberösterreicher in seiner noch jungen Karrieren bereits zu Schulden kommen hat lassen. Bereits vor eineinhalb Jahren hatte er von der ATP deshalb eine achtwöchige Sperre ausgefasst. Die sechsmonatige Suspendierung begründete die Spielergewerkschaft vor allem damit, dass Köllerer bereits mehrmals negativ aufgefallen ist. (APA)

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