Drei Tote bei Bombenanschlag

21. März 2006, 15:47
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19 weitere Menschen verletzt - Behörden verdächtigt Selbstmordattentäter der PKK

Istanbul - Die türkischen Behörden vermuten Mitglieder der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) hinter dem Sprengstoffanschlag in der osttürkischen Stadt Van, bei dem am Donnerstag 3 Menschen getötet und 19 weitere verletzt worden sind. Das berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Durch die Explosion nur wenige 100 Meter vom Gebäude der Provinzverwaltung entfernt wurde ein Polizeiauto schwer beschädigt. Zu den drei Toten gehört neben einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes und einem Passanten ein bisher nicht identifizierter Mann, bei dem es sich um den Attentäter handeln soll.

Selbstmordanschlag

"Der Anschlag wurde mit 99-prozentiger Sicherheit von einem Selbstmordattentäter verübt", sagte der stellvertretende Provinzgouverneur Mustafa Yavuz. Nach seinen Angaben schwebten am Nachmittag noch drei der Verletzten in Lebensgefahr. Laut Anadolu könnte es sich bei dem Attentäter um eines von drei PKK-Mitgliedern handeln, die vor einer Woche in der Stadt gesichtet worden seien und seither von der Polizei gesucht wurden. Die Gesuchten seien zwei aus Syrien stammende Männer und eine Frau.

Gemessen an der Häufigkeit von Bombenanschlägen kommt es in der Türkei eher selten vor, dass sich Selbstmordattentäter in die Luft sprengen. Bei einer Serie von Terroranschlägen in Istanbul hatten im November 2003 islamistische Selbstmordattentäter sprengstoffbeladene Fahrzeuge vor Synagogen und britischen Einrichtungen zur Explosion gebracht. Dabei starben mehr als 60 Menschen. (APA/dpa)

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