USA setzen Anti-Terror-Spezialkräfte in Botschaften ein

13. März 2006, 13:26
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Um Erkenntnisse über mögliche Anschläge zu gewinnen

Washington - Das Verteidigungsministerium der USA setzt in ausländischen Botschaften eine Reihe von Spezialkräften ein, um mehr Erkenntnisse über mögliche Anschläge in Spannungsregionen zu sammeln. Die Kräfte würden mit dem Einverständnis des jeweiligen US-Botschafters in den diplomatischen Vertretungen stationiert, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwoch in Washington.

Die Einheiten unterstünden dem jeweiligen Militär-Befehlshaber der Region. Das Programm laufe bereits einige Jahre in rund zwei Dutzend Ländern der Welt. Nach US-Angaben sollen die Soldaten dort eingesetzt werden, wo es Terror-Bedrohungen bereits gibt oder wo diese auftreten könnten. Die "New York Times" hatte berichtet, die Einheiten würden vor allem in Botschaften in Afrika, Südostasien und Südamerika eingesetzt.

Kritiker inner- und außerhalb der US-Regierung sehen in dem Programm einen erneuten Beleg für das Bestreben von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, weitere Kompetenzen im Kampf gegen den Terror im Verteidigungsministerium zu bündeln. Bislang sammelten meist andere Behörden der US-Regierung Informationen im Ausland - allen voran die CIA. (APA/Reuters)

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