Christ Water dreht in schwarze Zahlen

27. März 2006, 14:28
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Von vorjährigem Verlust je Aktie von 46 Cent auf 16 Cent je Aktie Gewinn - Für 2006 "deutliche" Ergebnisverbesserung in Sicht - 2005 enttäuschte nur einzige Sparte

Wien - Die seit dem Vorjahr vom Wasseraufbereitungskonzern BWT abgespaltene und selber börsenotierte Industriegruppe Christ Water Technology hat im Geschäftsjahr 2005 in die Gewinnzone gedreht. Der Gewinn je Aktie (Basis Reingewinn) belief sich auf 0,16 Euro je Aktie. Im Jahr zuvor hatte es noch einen Verlust von 0,46 Euro je Aktie gegeben.

Auftragseingang auf Rekordniveau

Christ Water Technology habe den Turnaround geschafft, teilte das Unternehmen am Donnerstag zur Bekanntgabe der vorläufigen Daten für 2005 mit. Auch einen positiven Ausblick für 2006 gibt es: Die Auftragsbücher seien voll, und man werde sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis "deutlich" verbessern. "Optimieren" wolle man den Cash Flow.

Mit 241,7 Millionen Euro habe der Auftragseingang der Christ Gruppe eine Rekordhöhe erreicht. Man lag um mehr als ein Viertel über Vorjahr. Der Auftragsbestand in der Gruppe lag zum Ultimo um zwei Drittel darüber.

Der konsolidierte Konzernumsatz lag bei 183,0 (Vorjahr: 178,4) Millionen Euro, um 2,6 Prozent über Vorjahr. Das Konzern-EBIT war mit vier Millionen Euro positiv, im Jahr davor hatte es einen Verlust von 3,2 Mio. Euro gegeben. Das Konzernergebnis nach Minderheiten erreichte 2,9 Millionen Euro. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 4,1 Millionen Euro eingefahren worden.

Ergebnissteigerung in nahezu allen Sparten

Außer der Sparte Food & Beverage-Segments trugen alle Geschäftsbereiche zur deutlichen Ergebnisverbesserung bei. Die größte Auswirkung stammt aus dem Segment Ultrapure Water, das im Jahr 2004 noch ein EBIT von -6,5 Millionen Euro auswies und 2005 mit 1,1 Millionen Euro im Plus lag.

Bei Pharma & Life Science gab es einen Gewinnanstieg von 0,9 auf 1,7 Millionen Euro. Das Segment Municipal Water Treatment trug mit 2,2 Millionen Euro überdurchschnittlich zum Gruppenerfolg bei, der Vorjahresgewinn der Sparte wurde um 35,8 Prozent übertroffen.

Wegfall der Großaufträge

Enttäuschend verlief die Ertragsentwicklung im Food & Beverage Bereich, wo nach dem Wegfall von Großaufträgen in der Nahrungsmittelindustrie, die in den letzten drei Jahren abgewickelt wurden, der gesunkene Auftragseingang nicht für die Fixkostenabdeckung ausreichte. Christ sprach von "operativen Anpassungsmaßnahmen", die damit verbundenen "bereinigenden Aufwendungen" führten hier zu einem Ergebniseinbruch: Die Sparte schrieb einen Betriebsverlust von 1,0 Millionen Euro, nach einem Vorjahresgewinn von 0,7 Millionen Euro.

2005 hat die Christ Gruppe ihre Nettoverschuldung durch den positiven Cash-Flow auf 20,4 Millionen Euro gesenkt. So habe sich das Gearing (Nettoverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) von 92,9 auf 49,5 Prozent verbessert.

Das Konzerneigenkapital lag zum Ultimo 2005 bei 41,2 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei 28,5 (Vorjahr: 27,6) Prozent.

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