EU und USA drängen auf Akzeptanz der UNO-Mission für Darfur

10. März 2006, 19:29
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AU-Friedenstruppe brauche angesichts der humanitären Lage dringend Hilfe

Brüssel - Die USA und die EU drängen den Sudan, endlich einen Einsatz der Vereinten Nationen in der Konfliktprovinz Darfur zu akzeptieren. EU-Chefdiplomat Javier Solana und US-Vizeaußenminister Robert Zoellick sagten am Mittwoch nach einem Treffen in Brüssel, dass die Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AU) angesichts der schlimmen humanitären Lage dringend Hilfe brauche. Solana und Zoellick kündigten an, rasch einen Fahrplan für eine Friedensregelung aufstellen zu wollen.

Derzeit versuchen 7.000 Soldaten der AU-Truppe, die Lage in der westsudanesischen Provinz unter Kontrolle zu bekommen. Sie sollen die Bevölkerung vor den Angriffen arabischer Reitermilizen schützen. Diese stehen nach Einschätzung von Beobachtern der sudanesischen Regierung nahe. Der Gewalt der so genannten Janjaweed-Milizen sind nach UNO-Schätzungen mindestens schon 300.000 Menschen zum Opfer gefallen. (APA/dpa)

"Es ist äußerst wichtig, dass die Vereinten Nationen den Auftrag für Planungen bekommen", sagte Solana. Die EU stehe weiter bereit, der AU-Truppe logistisch zu helfen. "Wir müssen der AU geben, was sie braucht." Für Zoellick ist auch mehr Unterstützung durch die NATO eine Option, die Lage zu verbessern. "Wir hoffen, dass die sudanesische Regierung sich nicht widersetzen wird (...) und anerkennt, dass es auch in ihrem Interesse ist, die Gewalt in Darfur zu beenden", sagte der US-Diplomat. (Schluss) fre

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