Nervosität vor Ankunft der NASA-Sonde am Mars

10. März 2006, 19:00
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Alles verläuft derzeit planmäßig - Kontakt zur Sonde wird eine halbe Stunde lang abreißen, wenn Rückseite des Planeten erreicht ist

Washington - Nach einem sieben Monate langen Flug wird eine NASA-Erkundungssonde an diesem Freitag planmäßig den Nachbarplaneten Mars erreichen. Die Mars-Sonde fliege derzeit mit einer Geschwindigkeit von rund 10.000 Stundenkilometern auf den roten Planeten zu. Alles verlaufe planmäßig, sagte Programmdirektor James Graf von der US-Raumfahrtbehörde am Mittwoch in Washington.

Die NASA schaut dem Rendezvous mit einer gewissen Nervosität entgegen. Der Kontakt des Kontrollzentrums zur Sonde reißt nach den Worten von Graf eine halbe Stunde lang ab, weil die Sonde an der Rückseite des Planeten vorbeifliegen wird. Während dieser Zeit wissen die NASA-Mitarbeiter nicht, ob die Sonde wirklich in eine Umlaufbahn um den Mars eingeschwenkt ist oder aber weiter hinaus ins All schießt.

Die Raumsonde "Mars Reconnaissance Orbiter (MRO)" hat in den vergangenen sieben Monaten eine Strecke von rund 500 Millionen Kilometern zurückgelegt. Der Mars ist für die Forscher unter anderem deshalb so interessant, weil er der Erde von den Planeten des Sonnensystems am ähnlichsten ist und beispielsweise Aufschlüsse über den Klimawechsel geben könnte. Der Mars ist außerdem der einzige Planet, der in absehbarer Zeit von Menschen besucht werden kann. (APA/dpa)

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