TU Wien: Hörsäle sollen "weiblich" werden

8. März 2006, 20:29
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Studierende gaben den Sälen Namen von Forscherinnen - Aktion soll auch offiziell umgesetzt werden

Dass am 8.März vor 10 Jahren die erste Frau zur Professorin der TU-Wien ernannt wurde, nehmen Studierende zum Anlass, jene Frauen, die sich in den technischen Naturwissenschaften profiliert haben, ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Im Rahmen einer Aktion erhielten folgende Hörsäle Namen von Forscherinnen:

- FH HS1 Lise Meitner (Physikerin, 1878 - 1968)
- Informatik HS Rozsa Peter (Informatikerin, 1905 - 1977)
- HS 6 Sofia Kovalevskaja (Mathematikerin, 1850 - 1891)
- EI 7 Hedy Lamarr (Erfinderin/Schauspielerin, 1913 - 2001)

Julia Wildeis, Studierendenvertreterin an der TU Wien: "Gerade im Bereich der Technik fehlt es an der notwenigen Aufmerksamkeit für die Leistungen von Frauen. Es gibt an der TU Wien 22 Hörsäle, die nach Wissenschaftern benannt wurden, bisher jedoch nur einen, der den Namen einer Wissenschafterin trägt." Dabei sei die Geschichte der Technik von Frauen und Männern geschrieben worden. "Es ist Zeit diese Leistungen gleichwertig anzuerkennen und öffentlich zu repräsentieren", so Wildeis.

Die Studienvertretungen Architektur und Informatik, sowie der VSStÖ-TU stellen die Forderung an die Universitätsverwaltung, dass die Initiative umgesetzt und die Hörsäle offiziell umbenannt werden. (red)

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