ARBÖ wird Fall für den Staatsanwalt

27. März 2006, 15:45
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Generalsekretär Hellar vor Entlassung: Reisegutscheine sollen ebenso privat genutzt worden sein wie Firmenautos

Wien - Der ARBÖ wird jetzt auch die Gerichte beschäftigen. Der Autofahrerklub hat am Mittwoch eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Wien angekündigt, in der dem suspendierten Generalsekretär Rudolf Hellar der Verdacht der Untreue vorgeworfen wird. Gleichzeitig leitete der derzeitige ARBÖ-Präsident Rudolf Schober die Entlassung Hellars ein - der sicher nicht freiwillig geht.

Die Vorwürfe gegen Hellar stehen schon länger im Raum: Reisegutscheine sollen ebenso privat genutzt worden sein wie Firmenautos. Abrechnungen seien zumindest formalrechtlich mangelhaft gewesen und auch dubiose Barentnahmen soll es gegeben haben.

Ein Teil der Vorwürfe war schon im November bekannt, damals wurde Hellar aber neuerlich zum Generalsekretär bestellt. Am 14. Februar verfügte der damalige Präsident, Peter Rezar, dann allerdings Hellars Suspendierung. Um elf Tage später bei einer Präsidiumssitzung selbst sein Amt zurückzulegen.

Sein Nachfolger kündigte eine Prüfung der Vorwürfe gegen Hellar an - und zog nach anwaltlicher Beratung offenbar die Notbremse. Der Anwalt habe zur Entlassung und der Verständigung der Staatsanwaltschaft geraten, berichtete Schober am Mittwoch. Auch mit einem Prozess vor dem Arbeitsgericht rechnet der ARBÖ-Boss. (moe, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9.2.2006)

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