Julius Meinl will neue Airport-Aktie an Börse bringen

27. März 2006, 14:27
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"Meinl Airports International" soll sich an Flughäfen in Russland, Zentral- und Osteuropa beteiligen

Wien - Unternehmer Julius Meinl V. will eine Airport-Beteiligungsgesellschaft gründen und an die Börse bringen. "Wir gründen analog zu unserer Immobiliengesellschaft Meinl European Land die Gesellschaft Meinl Airports International, die sich an Flughäfen in Russland, Zentral- und Osteuropa sowie anderen Emerging Markets beteiligen wird", wird Meinl in der aktuellen Ausgabe der Info-Illustrierten "News" (von morgen, Donnerstag) zitiert.

Der Börsengang von "Meinl Airports International" soll noch Mitte dieses Jahres erfolgen.

"Wir sehen noch großes Potenzial. Die derzeitige Situation in diesen Ländern ist vergleichbar mit dem Konsum-Boom in den USA, der in den späten 50er Jahren eingesetzt hat", so Meinl. Angesichts des Konsums in dieser Region stehe auch die Luftfahrt vor einem gewaltigen Aufschwung, erwartet er.

Flughafenimmobilien

Besonders große Chancen sieht der aus der Wiener Industriellen- und Handelsfamilie Meinl entstammende Banker für Flughafenimmobilien. Oftmals seien die Airports in diesen Ländern sehr veraltet. "Flughäfen leben heute von Geschäftsflächen und Immobilienentwicklung, also unserem Kerngeschäft", so Meinl. Er will sich im Zuge von Privatisierungen an Flughäfen beteiligen oder sie kaufen. Es würden bereits "einige konkrete Projekte" geprüft.

Pro Flughafenbeteiligung rechnet Meinl mit einer durchschnittlichen Investitionssumme von 500 Mio. Euro. Auch die Renditen sollen über den üblichen Immobilienerträgen liegen. "Ein Investor kann damit rechnen, dass sich sein Kapital in etwa fünf Jahren verdoppelt", schätzt Meinl.

Viel gelernt beim Flughafen-Verkauf

Die Meinl Privatbank hat als Investmentbank den Flughafen Bratislava/Pressburg im Auftrag der slowakischen Regierung privatisiert. Beim Verkauf an den Flughafen Wien-Schwechat habe man "viel gelernt", so Meinl.

Mit der börsenotierten Immobilienfirma Meinl European Land zählt Meinl zu den größten Immobilieninvestoren in Mittel- und Osteuropa (CEE) sowie dem Baltikum, Russland und der Türkei. Im Jahr 2000 hatte sich Meinl nach fünf Generationen aus dem österreichischen Lebensmitteleinzelhandel zurückgezogen, es blieb nur noch ein Gourmettempel am Wiener Graben. (APA)

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