Erinnerungen an den ungarischen Aufstand von 1956

15. März 2006, 14:21
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Ausstellung "Vom Traum zum Trauma" - Schüler führen Interviews mit Zeitzeugen

Eisenstadt - Zur Ausstellung "Vom Traum zum Trauma" über die Ereignisse des Jahres 1956 in Ungarn führt das Burgenländische Landesmuseum ein Begleitprojekt in Form eines Wettbewerbs durch. Unter dem Motto: "Zeitzeugen erzählen... zum Ungarnaufstand 1956" führen Schüler burgenländischer Mittelschulen und berufsbegleitender Schulen Interviews, aus denen eine wissenschaftliche Publikation zum Ungarnaufstand entstehen soll.

"Im Zuge des Projektes sollen die Schülerinnen und Schüler Zeitzeugen finden, die diese historischen Wochen und Monate bewusst miterlebt haben und ihre Geschichten in einer Dokumentation aufarbeiten", so Kulturlandesrat Helmut Bieler (SPÖ) anlässlich der Präsentation des Vorhabens am Mittwoch in Mattersburg.

Oral History

Dabei sollen die Erfahrungen, Hoffnungen und Ängste der burgenländischen Bevölkerung im Zusammenhang mit den Ereignissen jenseits der Grenze erörtert werden. Auch das Schicksal jener Ungarnflüchtlinge, die heute ein wichtiger Bestandteil der burgenländischen Gesellschaft geworden sind, soll nachgezeichnet werden.

Alle im Zuge des Projektes erarbeiteten Interview-Dokumente werden der Kulturabteilung zur Verfügung gestellt. Sie stehen über die Oral-History-Sammlung des Landesarchivs auch der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung. Die Interviews bilden später auch das Basismaterial für eine wissenschaftliche Broschüre.

Preisverleihung im Juni

Die Preisverleihung ist für Mitte Juni im Rahmen der Sonderausstellung "Vom Traum zum Trauma" im Burgenländischen Landesmuseum geplant. Begleitend zum Wettbewerb ist bis Ende des Jahres eine Homepage eingerichtet, die auch historische Informationen enthält.

Ziel des Wettbewerbs sollen eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Teil der burgenländischen Geschichte und der Dialog über Generationen hinweg sein. Die Ausstellung "Vom Traum zum Trauma. Der Ungarnaufstand 1956" ist vom 19. Mai bis 1. Oktober 2006 im Landesmuseum Burgenland zu sehen. (APA)

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