Lawinenunglück am steirischen Präbichl: Zwei tote Variantenfahrer

10. März 2006, 09:34
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Zwei Opfer lebend geborgen - Ein Verletzter ins LKH Graz geflogen

Graz - Die Identität jener zwei Männer, die am Mittwoch am Präbichl von einer Lawine verschüttet und getötet wurden, konnte geklärt werden. Wie bereits gestern bekannt wurde, handelte es sich beim ersten Opfer um einen 24 Jahre alten Grazer. Der zweite Tote ist ein 38-jähriger Grazer. Bei dem Lawinenabgang in der so genannten Herkulesrinne ist noch ein dritter Mann verschüttet worden. Bei dem Schwerverletzten handelt es sich um einen 30-jährigen Grazer.

Wie die Polizei mitteilte, waren die Opfer Variantenfahrer. Das bedeutet, das sie mit dem Lift oder der Seilbahn möglichst weit auf einen Berg fahren, um dann über ein freies Skigebiet abzufahren. Das Gebiet, in dem die Männer unterwegs waren, war nicht gesperrt.

Beim zweiten Lawinenabgang nur zehn Minuten später in der so genannten Polsterrinne auf der Eisenerzer Bergseite wurden ebenfalls drei Skifahrer verschüttet. Ein 56-jähriger Mann aus Leoben und der 62-jährige Mann aus Bruck konnten sich selbst befreien. Ein 63-jähriger Mann aus Trofaiach musste mit Verletzungen ins LKH Leoben eingeliefert werden. Der Unfall geschah in einem von der Lawinenkommission gesperrten Gebiet.

Auch am Donnerstag herrschte im steirischen Oberland "erhebliche" Lawinengefahr - Stufe drei auf der fünfstelligen Skala. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) warnte vor Skitouren ohne lawinenkundlichem Wissen. Sie empfahl im Gelände "defensives Verhalten". In den Niederen Tauern sowie in den Nordalpen sei eine Auslösung eines Schneebrettes aus allen Expositionen durch einen einzigen Alpinisten möglich. Mit den zu erwartenden Niederschlägen soll die Lawinengefahr in den Nordstaugebieten am Nachmittag auf "groß" ansteigen.(APA)

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