Wieder Kindesentführung in Innsbruck beobachtet:

9. März 2006, 11:54
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Erneut Alarmfahndung nach Kidnappern - Kind soll von zwei Männern in einen roten Kombi gezerrt worden sein

Innsbruck - In Tirol gab es am Mittwoch neuerlich Aufregung um eine angebliche Kindesentführung. Zwei Schülerinnen wollen am frühen Nachmittag in Hall bei Innsbruck beobachtet haben, wie zwei Männer ein etwa sechsjähriges Kind in einen roten Kombi gezerrt haben. Die Polizei leitete eine Alarmfahndung ein. "Die beiden Männer sollen weiße Jacken getragen haben, mehr Informationen haben wir auch nicht", hieß es im Bezirkspolizeikommando in Hall auf STANDARD-Anfrage. Eine Vermisstenmeldung lag vorerst nicht vor.

"Zuckerlmann"

In der Vergangenheit hat es mehrere ähnliche Beobachtungen in Tirol gegeben, zuletzt erst Mitte Jänner in Innsbruck. Für die behauptete Entführung eines etwa acht Jahre alten Buben gibt es aber bisher keine Bestätigung. Vor einem Jahr soll in Imst und Innsbruck ein Unbekannter versucht haben, Volksschulkinder mit Süßigkeiten ins Auto zu locken. Auch in St. Margarethen im Burgenland erzählte ein Schüler seinen Eltern von einem "Zuckerlmann". In allen Fällen verliefen die Ermittlungen ohne Ergebnis.

1995 hingegen endete eine Entführung im Tiroler Unterland schrecklich: Ein 28-jährige Frau, die Geld erpressen wollte, erstickte einen achtjährigen Buben. Die Täterin erhielt später lebenslange Haft. Auch im Fall von Natascha Kampusch aus Wien ist eine Entführung nicht auszuschließen. Das 1988 geborene Mädchen wird seit acht Jahren vermisst. (simo, DER STANDARD Printausgabe 9.3.2006)

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