SPÖ kann sich Weiterverkauf der Kampfjets vorstellen

20. März 2006, 18:46
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Cap macht neuen Vorschlag zur Schadensminimierung

Wien - Ein neues Wahlversprechen gibt es von der SPÖ hinsichtlich der Eurofighter. "Wenn wir bei der Wahl mit dem nötigen Vertrauen ausgestattet werden, werden wir den Schaden dieses Fünf-Milliarden-Grabes für die Steuerzahler minimieren", meinte Klubobmann Josef Cap im neuen "News". Sein Vorschlag: "Ist ein Ausstieg wegen des Chaos, das Schwarz-Blau da bei den Vertragsverhandlungen angerichtet hat, unmöglich oder zu teuer, verkaufen wir die Jets einfach weiter und minimieren so den Schaden."

Schaden verteidigt Abfangjäger

Entgegen der SPÖ-Linie spricht sich der Salzburger SP-Bürgermeister Heinz Schaden klar für die Eurofighter aus. Er halte nichts von "populistischen Debatten" um die Verteidigung des Luftraums, sagte Schaden in der "Presse" (Donnerstag-Ausgabe) in Richtung seiner Partei, die für den Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag eintritt.

"Wer A sagt, nämlich Neutralität, muss auch B sagen, nämlich diese Neutralität im Ernstfall auch verteidigen zu können. Da kann sich die SPÖ ebenso wenig drum herum schwindeln wie die Grünen. Österreich muss in jedem Fall Abfangjäger kaufen, um seine Neutralität zu verteidigen", so Schaden. "Wenn man die Neutralität ernst nimmt, kann man nicht sagen, wir spielen am Boden ein bisschen Bundesheer und in der Luft sehen wir schon, wie es funktioniert." Das habe keine politische Logik. "Es geht nicht ohne Abfangjäger, so der Bürgermeister. (APA)

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