Gesundes Altern in Europa

8. März 2006, 13:54
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Symposium in Wien beschäftigt sich mit den Folgen der "überalternden" Bevölkerung

Wien - Mit den Folgen der immer älter werdenden Bevölkerung beschäftigt sich derzeit ein Symposium in Wien. Der Rückgang der jüngeren Generation werde die Pflegeleistung innerhalb der Familie auf die Hälfte des heutigen Potenzials reduzieren, betonte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Derzeit würden 80 Prozent der pflegebedürftigen älteren Menschen in der Familie betreut.

Prognose: Überalterung

Heute gäbe es weltweit 600 Millionen Menschen über 60 Jahre, erklärte Sozialministerin Ursula Haubner (B). Spätestens 2050 werde diese Altersgruppe zwei Milliarden Menschen umfassen. In Österreich soll der Anteil der über 60-Jährigen schon 2035 auf über 30 Prozent der Bevölkerung steigen, betonte die Ministerin.

Kampf dem Übergewicht

Für Gesundheit im Alter sei for allem ein "partnerschaftliches Verhältnis zum eigenen Körper" wichtig, stellte Rauch-Kallat fest. Dieses finde sich laut einer neuen österreichischen Studie stärker bei Frauen als bei Männern. "Zu den wichtigsten Risikofaktoren, die vom Gesundheitsverhalten abhängig sind, zählt das Übergewicht", so Rauch-Kallat. Insgesamt seien 62 Prozent der ÖsterreicherInnen ab 50 übergewichtig, 17 Prozent seien sogar schwer übergewichtig.

Eigenverantwortung

Ziel des Symposiums "Gesundes Altern in Europa" sei das Erarbeiten von Empfehlungen, wie PatientInnen unterstützt werden könnten, um Eigenverantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen, sagte Haubner. 250 internationale ExpertInnen beraten dabei am Mittwoch und Donnerstag im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft über Gesundheitssysteme, Lebensqualität und die Zunahme der älteren Bevölkerung.

Pensionen sichern

Für Haubner ist der Anstieg der Lebenserwartung einer der größten Erfolge der Menschheit. Für ein längeres, erfülltes Leben sei es aber wichtig, dass ältere Menschen körperlich und geistig länger fit blieben und ihnen ein unabhängiges, selbstständiges Leben ermöglicht werde. Maßnahmen dazu sieht Haubner in einer nachhaltigen Sicherung des Pensionssystems. Wichtige Faktoren seien auch die Förderung von lebenslangem Lernen sowie die Partizipation älterer Menschen am Gesellschaftsleben, so die Ministerin. (APA)

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