Finnische UPM streicht wenige Stellen auch in Steyrermühl

27. März 2006, 15:45
posten

UPM Kymmene plant Abbau von 3.600 Stellen - "Unter 20 Arbeitsplätze" in OÖ betroffen

Wien - Der weltweit tätige finnische Papierkonzern UPM-Kymmene plant im Rahmen eines umfassenden Sanierungskonzepts bis 2008 insgesamt 3.600 Arbeitsplätze abzubauen. Knapp 3.000 davon betreffen finnische Standorte.

In Finnland soll eine Papierfabrik still gelegt werden und an drei weiteren Standorten die Produktion vor allem von beschichtetem Zeitschriftenpapier eingestellt werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Österreich vergleichweise wenig betroffen

In Österreich gehört die frühere Papierfabrik Steyrermühl in Oberösterreich zum UPM-Konzern. Österreich ist von dem umfangreichen Sanierungsprogramm bei UPM-Kymmene vergleichsweise wenig betroffen. In der zum UPM-Konzern gehörenden früheren Papierfabrik Steyrermühl in Oberösterreich sollen in den kommenden zwei Jahren "unter 20" Arbeitsplätze eingespart werden, sagte UPM-Pressechefin Pirkko Harrela gegenüber der APA in Helsinki.

3.600 weltweit

Insgesamt sollen rund 3.600 der weltweit rund 31.500 UPM-Beschäftigten eingespart werden. Der Großteil davon - knapp 3.000 - in Finnland; 300 Stellen sollen in Deutschland wegkommen, 100 in Frankreich.

Als Hauptgrund für das "alle Tätigkeitsbereiche und Abteilungen" von UPM betreffenden Umstrukturierungsprogramms nannte Konzernchef Jussi Pesonen bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Helsinki die "extrem schnellen Veränderungen" in der globalen Papierindustrie. Dazu gehöre der Verfall der Papierpreise ebenso wie die vergleichsweise Stagnation der traditionellen Märkte in Westeuropa und Nordamerika. (APA)

Share if you care.