Präkolumbische Höhlenmalereien in Chile entdeckt

12. März 2006, 18:19
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Archäologen finden über 40 Wandbilder und Walknochen in Grotte auf der Insel Madre de Dios

Santiago de Chile - Ein chilenisch-französisches Archäologenteam hat im äußersten Süden Chiles gut erhaltene präkolumbische Höhlenmalereien von erstaunlicher Qualität entdeckt. Die über 40 Wandbilder wurden in der so genannten Pazifik-Grotte auf der einsamen Insel Madre de Dios rund 340 Kilometer nördlich der Stadt Punta Arenas gefunden, wie Expeditionsleiter Bernard Tourte am Dienstag sagte. Sie stammten von Vorfahren des Nomadenvolks der Alacaluf, die im kalten Süden Chiles von Fischfang in den Fjorden lebten.

Die in schwarzen und braunen Farben gehaltenen Wandgemälde seien die ersten ihrer Art, die den Alacaluf zugeschrieben werden könnten, sagte ein Anthropologe aus dem Team. Sie seien von erstaunlicher technischer Qualität. Bisher sei nicht bekannt gewesen, dass die Alacaluf solche Kunst produzierten.

Die Archäologen fanden außerdem Knochen von fünf Walen in der etwa zehn Meter über dem Meeresspiegel gelegene Grotte. (APA)

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