Salzburg stellt gegen Caps auf 2:0

20. März 2006, 16:05
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Bullen gewinnen zweite Partie der Halbfinal-Serie in Wien 3:2 und setzten Meister unter Druck - Innsbruck gewinnt enge Kiste gegen VSV

Wien/Innsbruck - Die Red Bulls Salzburg haben am Dienstag den zweiten Schritt Richtung Finale der österreichischen Eishockey-Liga gemacht. Der Sieger des Grunddurchgangs setzte sich in Spiel zwei der Halbfinal-Serie auswärts gegen Meister Vienna Capitals 3:2 durch und stellte im "best of seven"-Duell auf 2:0. 1:1 heißt es hingegen im zweiten Semifinale, denn der HC Innsbruck rang zu Hause den Villacher SV 4:3 nieder. Die Serien werden am Donnerstag ab 19:15 Uhr fortgesetzt, Villach und Salzburg haben Heimrecht.

Effiziente Gäste

Bereits nach 57 Sekunden klopften die Caps am vom lettischen Olympia-Goalie Arturs Irbe wieder bestens gehüteten Salzburg-Tor an, in Folge waren es aber die Gäste, die dem ersten Drittel den Stempel aufdrückten. Die Salzburger agierten konsequent in der Defensive und effizient im Angriff. Drei Chancen standen zwei Tore gegenüber, Juha Lind (3.) und Burke Henry (9./PP) scorten jeweils ihre zweiten Playoff-Treffer.

Aufregung dann im zweiten Drittel. Nach dem Anschlusstreffer durch Craig (23.) stocherte Setzinger in der 32. Minute aus einem Getümmel den Puck über die Linie, Schiedsrichter Carlsson gab den Treffer aber nicht. Im dritten Drittel drückten die Wiener weiter auf den Ausgleich, ließen zunächst eine 5:3-Überzahl ungenützt, ehe Oliver Setzinger nach einem Fehler von Rekordteamspieler Ulrich das umjubelte 2:2 erzielte (48.).

Üble Attacke an Kalt

Salzburg schaltete aber sofort wieder einen Gang zu, Andre Lakos (53./ebenfalls 2. Playoff-Treffer) stellte die Führung wieder her. Als die Salzburger Grabher-Meier und Kalt auf der Strafbank Platz nehmen müssen, vergaben die Wiener eine weitere 5:3-Überzahl. Unrühmlicher Abschluss eines spannenden Spieles war eine Attacke von Kevin Mitchell, der Dieter Kalt so brutal checkte, dass dieser mit der Trage vom Spielfeld transportiert werden musste. Mitchell ist nach der zweiten Spieldauer-Disziplinarstrafe im zweiten Playoff-Spiel nun für die Auswärtspartie am Donnerstag gesperrt.

Hin und Her in Innsbruck

In Innsbruck sorgte Elik mit einem klassischen Bauerntrick für das 1:0 (13.), doch Anfang des zweiten Drittels kippte die Partie erstmals. Lanzinger versenkte den Puck zunächst im Powerplay zum Ausgleich im Kreuzeck (21.), wenig später gingen die Villacher bei Drei gegen Drei durch Peintner in Front (24.). Es folgte eine wilde Schlägerei zwischen Mössmer und Oraze - beide mussten sich nach Spieldauerstrafen unter der Dusche abkühlen, der Innsbrucker Mössmer hatte ohnehin nur noch ein zerfetztes Unterleibchen an.

Schlagstärke

Nach der Hälfte der Spielzeit gelang den Hausherren die neuerliche Wende: ein satter Schuss von der blauen Linie durch Unterluggauer bedeutete das 2:2 (29.), Desmarais sorgte vier Minuten später für die zweite Innsbrucker Führung. Das zweite Drittel dauerte auf Grund der zahlreichen Prügelpausen insgesamt 47 Minuten. Hohenbergers 4:2 (42.) - der dritte Powerplay-Treffer der Innsbrucker - stellte den ersten Zwei-Treffer-Vorsprung des Krimis dar, die Villacher konnten nur noch mit dem Anschlusstreffer durch Lanzinger (50.) kontern. In bisher zehn Saisonduellen haben somit beide Teams jeweils fünf Mal gewonnen, es deutet also viel auf eine Serie auf Biegen und Brechen hin. (APA/red)

ERGEBNISSE Halbfinal-Playoff, zweites Spiel:

 

  • EV Vienna Capitals - EC Red Bulls Salzburg 2:3 (0:2,1:0,1:1). Albert-Schultz-Halle, 4.200 Zuschauer, SR Carlsson. Tore: Craig (23.), Setzinger (48.) bzw. Lind (3.), Henry (9./PP), A. Lakos (65.) Strafminuten: 25 + Spieldauer-Disziplinarstrafe Mitchell bzw. 18

 

Stand in der "Best of seven"-Serie: 0:2

 

  • HC Innsbruck - EC Villacher SV 4:3 (1:0,2:2,1:1) Olympiahalle Innsbruck, 4.500, SR Wohlgenannt Tore: Elik (13./PP), Unterluggauer (29.), Desmarais (33./PP), Hohenberger (42./PP) bzw. Lanzinger (21./PP, 50./PP), Peintner (24.) Strafminuten: 31 plus Spieldauer Mössmer bzw. 31 plus Spieldauer Oraze

 

Stand in der Serie: 1:1

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Villachs Martin Oraze will Patrick Mössmer aus Innsbruck das Leiberl wegnehmen.

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