Österreicherin punktete mit Biochip-Sensor

14. März 2006, 15:18
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Wiener Wissenschafterin erhielt "Women in Science"-Stipendium für Allergieforschung

Paris - Die österreichische Chemikerin Irene Maier (26) erhielt am Pariser Sitz der Unesco eines der begehrten fünfzehn Stipendien, die der Kosmetikkonzern L'Oréal gemeinsam mit der Unesco jedes Jahr vergibt. Der Preis "For Women in Science" wird seit 1999 anlässlich des Internationalen Frauentages an fünf bewährte Wissenschafterinnen (in der Höhe von 100.000 Dollar, das sind umgerechnet gut 83.000 Euro) und an 15 (Post)Doktorandinnen als Stipendium mit einer Dotierung von 20.000 Dollar vergeben.

Eine prominent besetzte Expertenjury unter Vorsitz von Günter Blobel (Nobelpreis für Medizin 1999) ermittelte die Preisträgerinnen, wobei nur je drei Stipendiatinnen pro Kontinent ausgewählt werden.

Irene Maier dissertiert am Institut für Analytische Chemie und Lebensmittelchemie der Uni Wien. Sie arbeitet an der Entwicklung eines neuen in-vitro-Tests zur Erkennung von Lebensmittelallergien. Dieser hat den Vorteil, kostengünstig, rasch, verlässlich und für Patientinnen angenehmer zu sein als bis jetzt praktizierte Tests, bei denen Patientinnen das Allergen verabreicht wird.

Sensor zeigt bei Allergie Farbveränderung

Die neue Methode basiert auf der Entwicklung eines Biochip-Sensors. Dieser wird mit dem Blutserum der Patientinnen in Kontakt gebracht und zeigt im Falle einer Allergie eine Farbveränderung. Zur Weiterentwicklung dieses Immunsensors verwendet Maier ihr Stipendium, um an der englischen Uni Leeds, an der Abteilung Lebensmittelwissenschaften von Mike Morgan, einem Spezialisten auf dem Gebiet des Antikörperdesigns, ihre Forschungen zu ergänzen. (ogw/DER STANDARD, Printausgabe, 08.03.2006)

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